Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1875797
Dritter Abschnitt. 
Die Gräber und Grabdenkmäler. 
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innerhalb deren die auf dem Plan schraffirt angegebenen ganz niedrigen 
Mauern sichtbar sind; man wird in ihnen vielleicht zwei eingefriedigte Be- 
gräbnissplätze und ihnen gegenüber einen kleinen Altar erkennen dürfen. 
Nach dem Schriftcharakter gehört das Grab ebenfalls der Kaiserzeit an. 
WVeiter folgt eine Reihe von Gräbern (24-26), deren der Straße nicht 
parallele Richtung (auf dem Plan nicht deutlich) sich dadurch erklärt, dass 
sie älter sind als der Neubau des Thores und an einer Linie liegen, die ver- 
längert die Ostseite des alten, weiter westlich liegenden Thors traf, von Wel- 
ohem aus die Straße sich allmählich erweiterte 155)  Das erste (26) scheint dem 
des Porcius ähnlich gewesen zu sein; nur der Unterbau ist erhalten; ebenso 
steht es mit dem folgenden, nur zum kleinsten Theil freigelegten (ohne Num- 
mer)  Daran stößt 25 eine in Netzwerk gemauerte Grabeinfassung (rechts auf 
der Abbildung Fig. 202), in welche ein äußerst enger Eingang zwischen zwei 
altarförmigen Cippen hineinfübrt; innerhalb der Mauern sind nur ein Paar 
namenlose Hermencippen gefunden worden. Hierauf folgt das Grab der 
Guirlanden (tomba delle gßirlande), 24 auf dem Plan, so genannt von den 
Verzierungen an den Seiten, welche die nachstehende Abbildung (rechts) 
erkennen lässt. Das Grabmal besteht aus einem einfachen, auf einer Basis 
Stehenden Mauerwiirfel, an dem Pilaster vorspringen, vier an der Front, drei 
 
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Fig. 
202. 
Grabmal der Guirlandexx. 
an den Seiten, zwischen denen die Guirlanden angebracht sind. Die Guir- 
landen sind ein beliebtes Motiv des zweiten Decorationsstils. Die lhiffqnadern, 
mit denen der Kern aus Incertum verkleidet ist und in welchen die Pilaster gear- 
beitet sind, haben eine dünne weiße Stuckhiille nach Art der vorrömischen 
Zeit, der Zeit des ersten Decorationsstils. Doch ist weder diese Stuckhiille so 
fein, noch sind die Quadern so gut gearbeitet und gefügt, wie es in jener Zeit 
üblich War. S0 werden wir also ohne Bedenken dies Grab der ersten Zeit der 
römischen Colonie und des zweiten Decoraticnsstiles zuschreiben diirfen. 
Auch hier war die Grabkammer unzugänglich. Nach einer leeren Ummaue- 
Illng 23 folgt endlich ein an sich wenig ausgezeichnetes Grab, 22 auf dem 
Plan, dessen allein erhaltener, aus Quadern aufgeführter unterer Theil auf 
Flg- 203 rechts theilwveise sichtbar ist. In demselben wurde das schönste 
Wierk in Glas gefunden, welches wir bisher neben der Portlandvase aus dem
        

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