Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1875139
Die Privatgebäude. 
Die "Wohnhäuser. 
Casa del Fauna. 
347 
älterer Bauten, auf einmal und nach einem leicht übersehbaren Plan erbaut 
worden und ist seiner Bauart nach älter als (lie eben besprochene Oasa del 
Laberinto. Die derselben Periode angehörige Decoration der WVände ist darum 
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Fi  177. Plan der s.  Casa del Fauna oder de! ran onusaico (Norden links  
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doch nicht dem Bau gleichzeitig: ihr gingen einige bauliche Veränderungen 
vorher. In vielen Theilen finden wir unter dem Stuck Bleiplatten mit vielen 
Nägeln auf die Wand befestigt; es ist aber erweislich, dass dieselben hier 
angebracht wurden nicht um die uns vorliegende, sondern um eine ältere, 
jenen baulichen Veränderungen vorausliegende Decoration gegen Feuchtigkeit 
zu schützen. Auch diese aber muss, nach der Bauart zu schließen, dem ersten 
Decorationsstil angehört haben 143)  
Wiie die Casa del Laberinto hat auch dies Haus zwei neben einander 
liegende Atrien; hier aber sind dieselben so geschickt in einander gefügt, dass 
auch das Nebenatrium 7 eine regelmäßige Form, freilich ohne Tablinum und 
mit den Alae in der Mitte der Langseiten, erhalten hat. WVie dort, so liegen 
auch hier die Wirthschaftsraume neben dem Peristyl und sind. in ganz ähn- 
licher Weise aus dem Nebenatrium zugänglich. WVenn wir die Rundschau in 
der kleinern Abtheilung beginnen, soll doch zuvor noch kurz bemerkt werden, 
dass von den vier Läden 1, 2, 3, 4 zwei mit dem Innern des Hauses in Ver- 
bindung stehen und zwar N0. 1 durch eine Thiir direct ins Atrium und eine 
zweite in ein kleines auf das Atrium ausgehendes Ladenzimmer 5. Der Laden 
gehörte also zum Hause, so gut wie N0. 2, welcher sich nach hinten direct in 
das größere Atrium öffnet. Im Eingang der kleinern Abtheilung gleicht ein 
um zwei Stufen erhöhtes, unverschlossenes Vestibulum den schiefen Winkel 
aus, welchen die Axe des Hauses mit der Straße bildet. Durch das Ostium 6 
gelangen wir in das tetrastyle Atrium 7, dessen korinthische Tuffsäulen später 
an ihrem untern Theile mit dickem Stucco überzogen, eben hier nicht cannellirt 
und gelb bemalt sind, während ihr oberes Stück, noch mit dem dünnen und 
harten weißen Stucco der altern Periode überzogen, cannellirt ist. Der Unter- 
schied der beiden Arten des pompejanischen Stucco und ihrer Verwendung 
kann hier besonders deutlich beobachtet werden. Das Impluvium ist, wie 
gewöhnlich, aus Tuff. Im Atrium wurde eine kleine Ara von Travertin mit 
einer oskischen Inschrift gefunden, welche den rNamen der Göttin Flora
        

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