Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874730
Die Privatgebäude. 
Die Wohnhäuser. 
Uasa di 
Jlleleagro. 
307 
N0. 1311) und in den Nebenfeldern Schwebende Eroten (Hlbg. N0. 746. 751)  
Die Wände des Peristyls schmücken andere Bilder in reicher architektonischer 
Umrahmung, die Hinterwand zwischen den Cabiuetten das Bild des bestraften 
Aktaeon (Hlbg. N0. 249 b), eines der größten Pompejis (4x3  diejenige 
am Cabinet rechts Phrixos auf dem Widder, von welchem Helle hinten in das 
Meer gefallen ist (Hlbg. N0. 1255) 133), die gegenüberliegende an dem Cabinet 
33 Europa neben dem Stier durch die YVellen schwebend (Hlbg. N0. 124), 
außerdem die von Helbig unter N0. 1055, 429 und 465 naher beschriebenen 
läilder. Rechts von dem Eingange ist ein großes Triclinium 35 mit einem jetzt 
fast ganz zerstörten schwarzweißen Mosaikfußboden, welcher die Stellunglder 
Ruhebetten in seinen Figuren bezeichnet haben soll. Erkennbar ist als eine 
Nische in der rechten Wand s die Stelle für den Tisch, auf welchem die Sclaven 
die Speisen zerlegten, die bekanntlich ohne Hilfe von Gabeln genossen wurden. 
Gegenüber links am Ende des Peristylganges ist ein Raum 36, der die Küche, 
den Abtritt und die Treppe enthält. In der Küche wurde mancherlei ihrer 
Bestimmung entsprechendes Geräth von Bronze und Thon gefunden. Die 
Treppe fuhrt zunächst auf die flache Decke des Peristyls, welche auf der Ost- 
und Südseite (links und oben auf dem Plan) eine Art großen Balcons oder ein 
Solarium abgab, von welchem aus man wohl in die auf der rechten Seite des 
Atriums liegenden Raume des Oberstockes gelangte; dagegen war die nörd- 
liche Halle (unten auf dem Plan) mit einem schrägen Dache bedeckt.  Zum 
Schlusse sei noch bemerkt, daß nach sicheren Spuren in dem öffentlichen 
Theile auch dieses Hauses in alter Zeit, vielleicht von den ursprünglichen Be- 
wohnern selbst, nachgegraben und das Meiste der beweglichen Habe weg- 
genommen worden ist. In den privaten Theil, rechts, sind sie dagegen nicht 
eingedrungen, und hier fand man außer einigem schon angeführten Hausrath 
und ein paar unbedeutenden Bronzefigürchen auch noch eine merkwürdige 
Lampe mit zwölf Schnauzen, eine Art antiken Kronleuchters. 
(N0. 16.) Eine gewisse Ähnlichkeit des Planes mit dieser Casa di Salluslio 
zeigt die Casa d i M el eagzo, welche deshalb zunächst folgen möge; denn 
auch in diesem Hause ist die ganze private Abtheilung neben anstatt hinter 
die öffentliche gelegt. Im Übrigen zeigt diese von 1829-1831 ausgegrabene, 
an-der Ostseite der vornehmen Mercurstraße belegene Wohnung (VI, 9, 2: 
NQ- 37 im Plane) beträchtliche Unterschiede von der eben betrachteten und 
bietet, ohne zu den größten zu gehören, in Anordnung und Schmuck der Ge- 
mächer eines der reizendsten Bilder des behaglichen und heitern Luxus, denen 
wir auf unserer Wanderung durch Pompeji begegnen. Und da nun auch die 
größte Mehrzahl der hier gefundenen Bilder publicirt ist, so dass mansich 
auch ohne an Ort und Stelle gewesen zu sein grade von der Decoration dieses 
schönen Hauses eine Vorstellung machen kann, so ist an ihm am wenigsten 
stillschweigend vorüberzugehn. Es ist in der Tuffperiode wesentlich in seiner 
Jetzlgen Gestalt auf der Stelle melirer älteren Hauser erbaut worden; von der 
Hvaflddecoration jener Zeit ist aber nur ein geringer Rest in 10 erhalten, im 
ubngen Zeigen sammtliche Malereien den Stil der letzten Periode. 
 wie die allermeisten Hauser der Mercurstraße, die man Strada della 
SWWOWa zu taufen sich versucht fühlt, ist auch die Casa (Zi Jlleleayro ohne 
 zur
        

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