Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874627
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Viertes Oapitel. 
einander gemalten, also älteren und jüngeren Wahlprogrammen bedeckt ist, 
wird nur in der Mitte von der sehr stattlichen Hausthür durchbrochen, deren 
Pfosten als Pilaster gestaltet sind. Durch sie betritt man ein wiederum eigen- 
thiimliches, wenngleich nicht einziges Vestibulum 2: dasselbe hat nämlich 
_ "w" w xwurüvnorßaguß? w: eine Hanptthür gradaus im Grunde 
und daneben rechts zur Seite eine 
i: zweite, natürlich ebenfalls verschließ- 
bar gewesene kleinere, welche offenbar 
dem alltäglichen Verkehre bestimmt 
war, während die Hauptthür beson- 
  deren Gelegenheiten vorbehalten blieb. 
    Durch ein kurzes aber weites Ostium 
 1'   i,  i;    betritt man das sehr prächtige korin- 
i,    i, i, i,    thische Atrium 3, dessen Porticus von 
i,     i    sechszehn ganz weißen und ca11nelir- 
 i, i,    i,  i,  ten Säulen von Stein mit feinem,altem 
  i,      i, Stuecoüberzug und kleinen dorisehen 
    i    i. i, Capitellen getragen wird. Dieselben 
    i,  i,  i, i, umgeben ein sehr großes Impluvium 
 i,  i,   i,  2, i, mit einem Springbrunnen, dessen 
i, i i,   i,     bleiernes Zuleitungsrohr (im Plane 
 i  i,  i    punktirt) erhalten ist,in der Mitte und 
 N VMJW 7mm einem rnarmornen, nicht mehr am Ort 
22  beiindliclien Tisch im Hintergrunde. 
21 WIMW  J Von der Malerei des Atriums ist wenig 
a  ß erhalten; Bilder sind hier gar nicht. 
m I3 m 2'; da; Oberhalb des spätern Stuckes hat inan 
ü L ein Stuckgesims mit Zahnsclnntt, 
1,9 .9 einen Rest der Decoration ersten Stils, 
II mm" 7; a stehn lassen.  Das erste Gemach 
M, .1 1 rechts an diesem Atrium 4 ist ein Scla- 
 . vencubieulurn mit Weißen Wänden 
ß 0  . 7 i und einem in halber Höhe umlaufen- 
o  den Stuccocarnies, einem Rest der 
1 F ältern Decoration; über diesem ist 
12 die Wand nach der Straße von zwei 
l 3 schmalen Licht- und Luftößniuigen 
ff e 5 (Fenster kann man sie kaum nennen) 
10 2 l 4 durchbrochen, von deren eigenthiim- 
d, - licher und schöner Umrahmilng die 
Qfi folgende Figur 164 wenigstens eine 
Fig 163 Plan der domgMi m], Vorstellung geben wird. Die äußerste 
Linie stellt einen hochkantig stehen- 
den Stuceorahmen dar, die darauf folgende ist kräftig roth, die LichtöHnung 
selbst liegt im Spiegel vertieft; in späterer Zeit scheint hier eine Glasscheibe ein- 
gesetzt gewesen zu sein. Das folgende Gemach 5 ist eine Vorrathskammer (cella
        

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