Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874542
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Viertes Capitel. 
nämlich höher als alle übrigen Räume, so dass also der Querschnitt des Hauses 
nicht so symmetrisch war, wie der Grundriss: vielleicht wollte der Erbauer 
hier etwas dem Tablinum anderer Häuser ähnliches schaffen. 
In Betreff des Gartens 16 ist zu bemerken, dass an der YVestecke desselben 
ein gemauertes Bassin steht, welches durch eine von Nordwesten kommende Lei- 
tungsröhre mit Wasser gefüllt wurde und zur Bewässerung des Gartens diente. 
In der Nordostwand ist eine Nische angebracht, vor welcher ein kleiner Altar 
steht; wir erkennen hier das Lararium. An dem auf die hinten vorbeigehende 
Straße führenden Posticum 17 liegt ein Stall 18 für Pferde oder Esel, mit dem 
zugehörigen Raume 19, und es mag noch erwähnt werden, dass Reste von 
Pferdegesehirr in dem Raum unter der Treppe 6 gefunden wurden. 
(N o. 13  Einen sehr regelmäßigen Plan einer mittelgroßen Wohnung bietet 
das Haus des Holconius Rufus, das Eckhaus an der Strada degli Olconii und 
derjenigen dei teatri, dessen Haupteingang an der erstgenannten Straße liegt 
(VIII, 4, 4; N0. 103 im Plane). Einige der Läden, Welche dieses Haus um- 
geben, sind schon 1766 aufgegraben, aber Wieder verschüttet worden; die 
Ausgrabung des ganzen Hauses gehört dem Jahre 1861, und wir haben über 
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Plan des Hauses des Holconius Rufus. 
dasselbe zwei genaue, einander vortrefflich ergänzende Beschreibungen von 
Minervini und Fiorelli 129), auf welche für manche hier, wie bei anderen neuen 
Ausgrabungen, reichlicher als bei älteren bekannte Einzelheiten verwiesen 
sein mag, obgleich die ausführlichere Beschreibung dieses wie einiger anderen 
der genauer bekannten Häuser auch hier geboten erscheint. 
Der Haupteingang 1 zwischen mannshoch roth, darüber Weiß gemalten 
Pfeilern, an welchen man die Spur der hölzernen Antepagmenta deutlich 
wahrnimmt, war ohne Vestibulum unmittelbar an der Straße mit einer zwei- 
flügeligen Thür versehn, deren Verschluss außer durch die gewöhnlichen in 
die Schwelle eingreifenden Riegel durch einen innen vorgelegten, in zwei
        

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