Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874507
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Viertes Capitel. 
was er gewesen ist, jedenfalls treten uns in dieser wenig ausgedehnten WVoh- 
nung Spuren eines gebildeten Geistes reichlich entgegen und bezeugen, dass 
der Besitzer ein Mann von Geschmack und beiher von Wohlhabenheit war. 
Über den Plan (Fig. 160) nur ein paar Worte. 
l Ostium; die zweiflügelige Hausthür lag unmittelbar an der Straße, 
und zwar noch außerhalb der kleinen Eingänge in die mit 2 bezeichneten 
Läden, welche also zum Hause gehören. Unmittelbar hinter derselben lag im 
Ostium das oben Fig. 138 mitgetheilte, jetzt in das Museum geschaffte Mosaik 
mit dem angeketteten Hunde und der Inschrift cave canem. Das Ostium steigt 
nicht unbeträchtlich gegen das Atrium an und ist an seinem obern Ende mit 
einer einfachen Mosaikschwelle geziert, während sich vor der untern eine 
kleine Öffnung der aus dem Impluvium auf die Straße führenden Rinne, zum 
Abfluss des zum Reinigen gebrauchten Wassers, befindet. 3 ist das Atrium 
mit einfachem schwarzweißen Mosaikboden und einem Bandornament um das 
marmorbekleidete Impluvium, hinter dem rechts von der Mitte ein hübsches 
Puteal steht, welches freilich in der letzten Zeit nur zur Zierde diente, da 
unter ihm die Cisterne durch eine Marmorplatte geschlossen ist, von dessen 
einstmaligem Gebrauche aber die in den i11ner11 Rand eingeschliffenen Rillen 
Zeugniss ablegen, welche von den Tauen herrühren, an denen man die Eimer 
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Fig' 
160. 
Plan der Casa del poeta tragico. 
emporzog. Eine in den wesentlichen Theilen auf sicheren Elementen be- 
ruhende Restauration dieses Atriums nebst dem Tablinum, der einen Ala und 
den Fauces bietet Fig. 159. 4 Treppen: die Zweizahl derselben war wohl 
nothwendig, weil die beiden Hälften des Oberstockes durch das Tablinum, 
Welches höher War als die Seitenzimmer und über welchem sich vermuthlieh 
kein oberes Zimmer befand, getrennt waren; 5 Zimmer des Atriensis, mit 
Nische unter der Treppe; 6 verschiedene Wohn- und Schlafzimmer, unter 
denen das erste links durch bessere Malereien und einen Mosaikfußboden aus- 
gezeichnet ist; das zweite links, ursprünglich ein gut gemaltes Cubiculum mit 
der Nische für das Bett rechts vom Eingang, ist später in eine Vorrathskammer
        

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