Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874452
Die Privatgebäude. 
Die Wohnhäuser. 
mittelgroßes Haus. 
N0. 9 
281 
Bestimmung. Die Malereien dieses Hauses stammen alle aus der letzten Zeit 
Pompejis. Im vordem Theil des Hauses ist wenig erhalten, recht gut dagegen 
das Triclinium 19; hier stellt ein nicht sicher gedeutetes Bild (Hlbg. N0. 1459) 
einen Mann mit einem geöffneten Diptychon (einen Dichter?) und zwei mit 
ihm im Gespräch begriffene Mädchen dar; ebenda fand sich die jetzt im Mu- 
seum zu Neapel befindliche Darstellung einer Malerin in ihrem Atelier (Hlbg. 
N0. 1443). 
(N0. 9.) Der Baumeister des nachstehenden, im wesentlichen aus der 
Tuffperiode stammenden, nahe am kleinen Theater iii der Strada stabiana ge- 
legenen, 1795 ausgegrabenen Hauses (VIII, S, 22; N0. 108 im Plane) fand eine 
andere Aufgabe. Der Baugrund ist ein sehr gestrecktes Viereck und an drei 
Seiten (oben, rechts und links im Plane) von anderen Gebäuden begrenzt, so 
dass die Hausthiir nicht, wie dies gewöhnlich geschah, an die Schmalseite 
verlegt werden konnte. Außerdem ist das Terrain ungleich, indem es zunächst 
links iii Fig. 156 ziemlich stark fällt, noch weiter links aber schonfriiher, 
vielleicht beim Bau des 
großen Theaters, bedeu- l 
lißlld erhöht worden war. w,"  H H   H [um 
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lert und um 2,20 M. über  
den Schrafürten rechtsv bis Fig. 156. Plan eines andern mittelgroßen Hauses. 
zum Niveau des früher  
aufgeliöliten Terrains erhöht, während er den Rest der Bedingungen, welche 
ihm sein Areal vorchrieb, dadurch erfüllte, dass er die beiden durch eine Treppe 
verbundenen Theile der Wohnung neben einander anstatt hinter einander 
legte. Demnach finden wir in 1 die Eingangsthür ohne Yestibulum, in 2 das 
Atriurn, in 3 Cubiciila, in 4 das Tablinum, in 5 die Alae, in 6 die Treppe von 
Fünfzehn Stufen in den privaten Theil der Wohnung, zunächst in das Peristyl, 
Fig. 157. 
Restaurirter Durchschnitt. 
an dem ein vorn offenes Triclinium 7, 
8 und ihr zur Seite zwei Cubicula 9 
gegenüber eine ebenfalls offene Exedra 
liegen. In dem Raume 10 führte die
        

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