Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874315
Die Privatgebäude. 
Die Wohnhäuser. 
Gärten; 
Läden. 
Maenianum. 
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tetes Zimmer, wenn es ein solches und nicht vielmehr ein Stall War; links ist 
ein ähnlicher noch unansehnlicherer, Wüster Raum. Unmittelbar hinter der 
Thiir, die vom Hausiiur in diese Raume fuhrt, liegt die jetzt wiederher- 
gestellte hölzerne Treppe, über die man in die kleine Miethwohnung hinauf- 
steigt. Dieselbe besteht aus drei wenig geräumigen, durch Thüren verbundenen 
Zimmern, welche zum größten Theile freilich über dem Ilausflur und dem 
stallartigen Zimmer liegen, zum Theil aber als Erker über die Straße vor- 
Springen, auf welche sie sich mit nicht allzu kleinen Fenstern öffnen. Ihr 
Fußboden ist von opus Signinum hergestellt, die Wände sind ganz einfach 
bemalt. Der Umstand, dass man in einem dieser Zimmer einen Gladiatoren- 
llelm fand, legt den Gedanken nahe, dass sie von einem, wahrscheinlich aus- 
gedienten Gladiator bewohnt gewesen sind. Die Thiir des Privathauses, zu 
dem diese kleine Miethwohnung gehört, lag im Hintergrundc des Ostium; 
schloss sie der Hausherr, so war er von der Miethwohnung abgetrennt, mit 
der er freilich einen gemeinsamen Hauseingang zu benutzen hatte. 
Das Vermiethen solcher überflüssigen Räumlichkeiten der Häuser war 
ein nicht unbedeutender Erwerbszweig, und andererseits lasst uns die Masse 
der Läden dieser Art in Pompeji, deren in jener Vermiethungsanzeige allein 
mehre Hundert einer "Besitzerin gehörende angeboten werden, auf die Lebhaf- 
tigkeit des Verkehrs schließen. 
Außer den genannten Gemächern enthalten große Häuser deren noch 
eine ganze Reihe zu den verschiedensten Zwecken: ein Bibliothekzimmer, 
ein Gemäldezimmer (pinacotbeca), ein spkaeristerium zum Ballspiel, ein alea- 
iOTWYH für sonstige Spiele, und viele andere, welche der Luxus dem Be- 
dürfniss hinzufiigte, die uns aber größtentheils für Pompeji nicht interessiren
        

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