Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874211
Die Privatgebäude. 
Die Wohnhäuser. 
Atrium. 
Dächer. 
257 
C" ist eine Profilansicht der Eckziegel, Welche deren Biegung und aufstehende 
Ränder zeigt, über Welche die Hohlziegel gelegt wurden. 
Fig  
Dach im Peristyl der Casa da" Sirico. 
Die in Fig. 139 und 140 wohl etwas zu klein angegebene viereckige Öff- 
nung in der Mitte des vierseitig nach ihr abfallenden Daches, der natürlich 
das Regenwasser zufloss, heißt das compluviuvn g, und eine im Boden unter 
derselben angebrachte, meist mit Tuffplatten belegte und eingefasste Ver- 
tiefung, in welcher das Regenwasser sich sammelte, h Fig. 140, das impluvium. 
Aus diesem wurde das Wasser in eine Cisterne geleitet, aus der man es zum 
häuslichen Gebrauche schöpfte, und, welche sich oft unter einen großen Theil 
des Atriums erstreckt. Außerdem aber hat das Impluvium regelmäßig einen 
zweiten Abfluss durch eine bedeckte Rinne, welche unter dem Ostium hin- 
durch auf die Straße führt. Vermuthlich kam dieselbe nur dann zur Anwen- 
dung, wenn unreines. zu häuslichen Zwecken gebrauchtes YVasser entfernt 
werden sollte , oder wenn man das Atrium reinigte. Alsdann wurde das 
Abllussloch zur Cisterne durch einen Stein geschlossen. 
Ein zweites, besser erhaltenes und jetzt vollständig restaurirtes Dach findet 
sich im Peristyl des Hauses des C. Vibius (Plan N0. 72) in der rechten hintern 
Ecke. Dasselbe stellt Fig. 142 nach einer photographischen Aufnahme dar. 
Bemerkenswerth ist an ihm die Art, wie die Streben von der YVand in einer 
Richtung schräg herab auf das Epistyl der Säulen und an der Ecke selbst auf 
einen in dies eingelassenen Balken gelegt, und wie auf ihnen, mit den Enden 
über einander greifend, die großen F lachziegel ohne Latten durch Nägel be- 
festigt sind. 
Das Atrium tetrastylum oder das viersäulige Atrium gleicht ganz dem tusca- 
nicum, mit der einzigen Ausnahme, dass die Hauptbalken an den vier Punkten, 
Wo die Nebenbalken aufliegen, von vier Säulen unterstützt werden. Ein Bei- 
spiel hierfür bietet unter anderen die s. g. Oasa di Olzampionnet südlich vom 
Forum in Pompeji (Plan N0. 92a), ein zweites und drittes das östliche (Neben-J 
Overbeck, Pompeji. 4. Auf].  17
        

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