Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874203
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Viertes Capitel. 
viereckige innere Öffnung, d die Zwischenbalken, durch welche die gleiche 
Höhe dieses ganzen Balkenwerks hergestellt wird; sie Waren unnöthig, wenn 
die Querbalken nicht auf den Hauptbalken lagen, sondern in sie eingefugt 
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Fig. 139. Fig. 140. 
Plan und Durchschnitt eines tuseanischen Atrium. 
waren, eine Annahme, welche Mazois wohl vermieden hat, um nicht durch die 
Einfugung die sehr langen und schwer belasteten Hauptbalken zu schwächen; 
e sind die geneigten Streben (tigni colliciarum), f die Latten (capreoli). Ge- 
deckt wurde das Dach durch zweierlei Ziegel, Plattziegel (tegulae) 1 und 
Hohlziegel (imbrices) 2, welche letzteren über die zusammenstoßenden Platt- 
ziegel gelegt Wurden, um die Fugen zu schließen; von ihnen unterscheidet 
man noch, 3, unter dem Namen der tegulae colliciarum die eigenthümlichen 
F lachziegel, mit denen die zusammenstoßenden Kanten zweier nach innen 
gegen einander geneigten Dachschrägen gedeckt wurden, eine offenbar vor- 
treffliche Erfindung, um sowohl den raschen Ablauf des WVassers wie auch die 
Dichtigkeit der Bedachung an dem Punkte zu sichern, welchem das Wasser 
von beiden Dachschrägen zulief. Die richtige Anschauung der Gestalt und 
Anwendung der verschiedenen Ziegel und die Art der Dachbedeckung ver- 
danken wir schon früher erwähnten neueren Ausgrabungen in Pompeji. Ein 
Beispiel bietet das nur theilweise und auch nur eine Zeit lang erhaltene, jetzt 
zusammengebrochene und verschwundene Dach des Peristyls in der Oasa di 
Sirico, ausgegraben 1852 (s. Fig. 141), welches aber hinreichen wird, um die 
Arten der Ziegel und ihre Verwendung klar zu machen. A sind die Platt- 
Ziegel, Bdie über ihre Fugen gestürzten Hohlziegel, C die tegulae colliciarum. 
Einige der gewöhnlichen Plattziegel 1, 2, 3 sind mit eigenen Lichtöffnungen 
von etwas verschiedener Gestalt versehn, die möglicher Weise, obgleich nichts 
dergleichen aufgefunden worden, mit irgend einem durchsichtigen Material 
geschlossen gewesen sind, um ihren Zweck, den Regen abzuhalten, zu erfül- 
len, und dennoch Licht in den unter ihnen belegenen Raum zu lassen. Ganz 
sicher sind wir übrigens über diese Einzelheit noch nicht. Beigegeben sind 
der Fig. 141 Abbildungen der einzelnen Ziegel in größerem ltlaßstabe, mit 
denselben Buchstaben und Zahlen wie in der Gesammtzeichnung versehen;
        

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