Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1874158
Die Privatgebäude. 
Die Wohnhäuser  
Normalplan. 
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aus der Zeit zurück, welche schon die oben erwähnte Erweiterung aus dem 
griechischen Hause aufgenommen hatte, wobei wir bemerken, dass natürlich 
manche Modification im Einzelnen des Planes, z. B. in der Zahl der Zimmer, 
durch die Größe der ganzen Wohnung bedingt wird, ohne dass der Grundplan 
im Wesentlichen geändert erscheint.  
Es ist schon erwähnt, dass das römische Haus auf dieser Entwickeluugs- 
stufe wie das griechische in zwei Haupthälften zerfällt, von denen die vordere 
der Öffentlichkeit angehörte, die hintere die für die Familie vorbehaltene 
eigentliche Wohnung war. In den vordem Theil hatte in vornehmen Häusern 
Zu gewissen Stunden Jeder Zutritt; hier versammelten sich die Clienten, um 
dem Patron aufzuwarten und um seine Unterstützung zu bitten, und in diesen 
Theil verlegte der Römer diejenigen Gemächer und Gegenstände, durch welche 
er seinen Rang oder Reichthum vor den Blicken der YVelt zur Schau stellen 
wollte. Es begreift sich, dass bei kleinen Häusern armer Leute auch jetzt die 
Unterscheidung der beiden Theile fortfiel; was hätten sie auch mit einem 
öffentlichen -Vorhause anfangen sollen, sie, denen Niemand aufwartete, die 
außer ihren Freunden Niemand besuchte, und die froh sein mussten, auf 
ihrem kleinen Areal die nöthigen Räumlichkeiten für die Familie und etwa 
für ihr Geschäft unterzubringen. YVir werden einige charakteristische Bei- 
spiele solcher kleinen Häuser in Pompeji kennen lernen, und sehn, dass die- 
selben nicht einmal immer die Einrichtung des Atrium festhalten konnten, 
während wir zugleich bemerken werden, dass bei nur einigermaßen wach- 
sendem Wohlstand und Raum eben dieses Atrium der erste Theil der Anlage 
ist, für den man Sorge trägt. Von diesen kleinen Wohnungen sehn wir ab 
und construiren uns den Normalplan eines gewöhnlichen Mittelhauses, in 
welchen wir aber nur die wesentlichen Räumlichkeiten aufnehmen. 
Vor großen Häusern und Palästen befand sich zunächst eine s. g. area 
oder area privata, welche bei Mittelwohnungen wegfällt. Diese Area wurde 
mit einer Porticus umgeben oder mit einer Säulenreihe geziert oder auch mit 
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F1g 13a. Plan des römischen Normalhauses. 
Räumen bepüanzt. Derartiges ist in Pompeji nicht zu suchen, aber als 
Art von (treu privata werden wir die nach vorn vergittert gewesene, über 
eine 
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