Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873680
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Drittes Capitel. 
sichtbar, nebst der kleinern Öffnung für die Lampen, welche hinterwärts" zu- 
gleich die Exedra erhellten.   
Im Tepidarium Sllld drei Banke von Bronze und ein ehernes Kohlen- 
becken gefunden worden, welche die Abbildung Fig. 119 an Ort und Stelle 
zeigt. Auf den Sitzen fand man den Namen des Schenkgebers M  NIGIDIVS  
 VACCVLA  P  S  (pecunia 
 Pgzkgaöwyywqihf, sua) nM. Nigidius Vaccula 
äli, {ß   M aus igeneiä Mittelfna, und 
llllljläii"    U51]? 111.7, ff"uirmnmmnnnlmßmwwsiuemi elne nsple llllg au Seinen 
    . Namen (Kiihlein, kleine 
  ß?" , '1  "i  f  -    
g?     1  vrwi    Kuh) wird man in den Or 
  ßßj   EM"  namenten der von lhm ge- 
    NL W E  All!   111331 34,3 x,   
K, I  1 ;s,1-.t11ll' 21-91, v? ennen durfm Dm 
   .3   9x   u e er 1,80 M. langen 
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 F"  E?   ' oben 1Il einen Kuhkopf en- 
     ilwlliuumß  den,und an dem 2,12 X 0,7 T 
 i; "  l M. großen Kohlenbecken ist 
   an der Vorderseite dasThier 
"l"    11'  I. als redendes Emblem III der 
 mi;'-Ml  (168 ObSIII Randes il] 
 l   '   ganzer Gestalt und in Hoch- 
NK?!     rgrlief angebracht. Dieses im 
 F.  v; .12 k] I, xi l  l esentlichendennochheut- 
llßn   1'     ä N zutage in Neapel gebräuch- 
 XN l,      liehen entsprechende Koh- 
 ß f"  l? e i!  i" K] Q3 lenbecken ruhtvorn auf zwei 
"i      im f, in geflügelte Sphinxe enden- 
 v   E    (Mol XLGN den Löwentatzen, hinten auf 
drei graden Beinen und hat 
Fig. 120. Deckenwölbung des Tepidarium. ifußer derkKuh ein umlau" 
endes zac en- oder zinnen- 
förmiges Ornament, welches an den Ecken in ein Blatt endet und ähnlich an 
anderen Kohlenbecken in Pompeji, von denen später zu reden sein wird, sich 
wiederholt. Innerhalb des Zackenornaments ist ein eiserner Rand eingescho- 
bfms den 15135811 duldet. ein Rost von bronzenen Stangen, auf dem Ziegel lagen, 
dle lhrerseits Bimsstein trugen, auf welchen erst die glühenden Holzkohlen 
geschüttet wurden. 
 Aus dem Tepidarium gelangt man in das Caldarium, E auf dem Plane, 
Von 1513x535 M. Grundfläche. Die Pfosten der Thiiren, welche aus dem 
Apcdyterlum in das Tepidarium und aus diesem in das Caldarium führen, sind 
gehegt, S0 dass (118 an Ihnen hangenden Thürflügel sich durch ihr eigenes 
Gewicht schlossen, und dass nicht durch nachlässiges Offenlassen der Thüren 
Zugluft entstehen oder Hitze entweichen konnte. Caldarium nennen wir 
zunächst das ganze Gemach nach seinem Hauptzweck, dem warmen Bade;
        

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