Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873642
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Drittes Capitel. 
Reinigung des Fußbodens gebrauchten YVassers. Steinerne Bänke, k im Plan, 
auf einer niedrigen steinernen Stufe laufen rings an den YVänden hin, in 
welchen man Löcher sieht, die von hölzernen, zum Theil verkohlt aufgefun- 
denen Pflöcken herrühren. Sichere Spuren im Stuck der Wand beweisen, dass 
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Ansicht des Apodyterium. 
auf ihnen ein Brett ruhte, Welches offenbar bestimmt war, die abgelegten Klei- 
dungsstücke aufzunehmen. Diese blieben unter der Obhut eines capsarius ge- 
nannten Badesclaven, der in einer capsa (einem Schrein) die Werthsachen der 
Badenden gegen ein kleines Trinkgeld verwahrte. Als den Aufenthaltsort des 
Capsarius wird man wahrscheinlich das kleine, jetzt durch Aufführung einer 
neuen Schlussmauer ganz verschwundene Zimmer i am Ende des Apodyterium 
zu betrachten haben, in welchem zugleich allerlei Badegeräthe nebst Salben und 
Olen aufbewahrt worden sein mögen, dem man also den antiken Namen des 
elaeothesium beilegen kann, während es als tonstrina, d.h. als Barbierstube, wie 
man auch gemeint hat, schon deshalb nicht gedient haben kann, weil es fast 
ganz dunkel war. Sein Licht erhält das Apodyterium durch ein großes Fenster 
in der Südwand hart unter der Wölbung, die es sogar etwas unterbricht (s. 
Fig. 117); ein ähnliches wird ihm an der zerstörten Nordwand entsprochen 
haben. Das erhaltene Fenster auf der Südseite von 1 M. Breite und 0,70 M. 
Höhe öffnet sich über der Kuppel des anstoßenden Schwimmbassins O; es war 
mit Glas geschbssen, und zwar mit einer großen, 0,013 M. dicken, guten, 
flachen Fensterscheibe, welche in einem ehernen Rahmen haftete und sich in 
demSßlben um Zwei Zapfen in der Mitte drehend bewegte. Die bei der Aus- 
grabung ill Fragmenten gefundene und in das Museum in Neapel gebrachte 
Scheibe gilt als auf der einen Seite matt geschliffen, und dafür giebt man als 
Grund an, es solle dadurch das Hereinsehen in das Apodyterium von dem 
Dache des Schwimmbassins verhindert werden. Allein dies Alles ist höchst 
zweifelhaft, schon deswegen, weil die Erklimmung des Daches des Schwimm- 
bassins bei seiner Steilheit ziemlich halsbrechend sein musste, und weil die
        

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