Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873622
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Drittes Capitel. 
Crypte, einem durch ein Gewölbe bedeckten Gange mit Bogenfenstern, um- 
geben und lehnt sich mit der vierten an die Hinterwand der Läden, Eine 
Gosse ist rings herumgeführt, um das Regenwasser aufzufangen und zu ent- 
116. 
Plan der kleineren Bäder. 
fernen. Über der eingestiirzten Wölbung der Cryptc sind die Ruinen eines 
obern Geschosses deutlich sichtbar. Diesen Hof von 21,80 M. Breite und 
16,30 M. Tiefe mit Einschluss des Umganges kann man als die ambulatio, den 
Ort betrachten, an welchem sich die Badenden versammelten, um das Bad 
abzuwarten. Er vertritt also, freilich sehr im Kleinen, jene großen Anlagen 
der Kaiserbäder, welche ähnlichen Zwecken dienten, die Ambulationen, 
Xysten u. s. w., und wir dürfen ihn uns mit schattigen Bäumen bepflanzt als 
einen anmuthigen Aufenthaltsort für müßige Stunden denken. Zwar der Hof 
der größeren Thermen wird in der ihres Orts zu besprechenden Inschrift als Pa- 
laestra bezeichnet, und man könnte deshalb auf die Vermuthung kommen, dass 
auch dieser Hof zu Leibesiibungen bestimmt war; allein seine Ausdehnung 
ist doch wohl iiir einen solchen Gebrauch zu gering. Da hier täglich viele 
Menschen ihre miißigen Stunden zubrachten, so musste der Ort für Bekannt- 
machungen aller Art als sehr geeignet erscheinen, auch hat man solche in 
nicht unbedeutender Zahl, aber kaum noch lesbar, auf den Wänden der Por-
        

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