Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873391
Die öffentlichen Gebäude. 
Das Amphitheater. 
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graden Eingangs sind durch Einbau einer Basis und Decke zu Nischen ge- 
macht, in denen, und zwar durch Gitter geschützt, die Statuen des C. Cuspius 
Pansa und seines gleichnamigen Sohnes standen, deren Inschriften sich noch 
an Ort und Stelle befinden. Diese Eingänge führen, wie gesagt, in die Arena, 
nachdem sie den gewölbten Umgang 3 durchschnitten haben, Welchen der 
Durchschnitt Fig. 104 bei 4 zeigt. Durch diese 5 M. weiten Thore zogen zu 
Anfang der Spiele die Gladiatoren, zum Theil beritten, zum Theil zu Fuß in 
ihrem vollen und mannichfaltigen Waffenschmuck in geschaarten Gliedern 
unter kriegerischer Musik feierlich in die Arena ein, oft in bedeutender Zahl, 
Wie z. B. ein Anschlag am Album des Gebäudes der Eumachia dreißig Gladia- 
toren anzeigt. Nach vollendetem Umzug zogen sie sich wieder zurück, um 
dann nach der Kampfordnung in einzelnen Paaren oder in größerer Anzahl den 
Kampfplatz wieder zu betreten, der mittlerweile gegen die Eingangsthore mit 
Gitterthüren abgeschlossen war. In das Pflaster des nordwestlichen Eingangs 
sind nahe der linken WVand Steine mit viereckigen Löchern eingelassen, welche 
offenbar den Zweck hatten, hier durch eine Vergitterung einen schmalen Gang 
an der YVand entlang abzutrennen. Vermuthlich wurde während der Vorstel- 
lung dieser Eingang für das Aus- und Einziehen der Gladiatoren benutzt und 
War nur jener schmale Gang dem,Theil des Publikums reservirt, welcher dem 
Östlichen Abschnitt des gewölbten Umganges  auf dem Plan, 4 Fig. 104) zu- 
strebte; der westliche Theil hatte ja seine eigenen-Eingänge. In dem Plan 
Fig. 103 bemerkt man rechts neben den1 nordwestlichen und links neben dem 
südöstlichen Eingange noch je eine Thiir nahe an der Arena. Diese öffnet sich auf 
kleine, viereckige, ganz niedrige Räume  ihrer zwei am südöstlichen, einen 
am nordwestlichen Eingange; man nimmt an, dass in ihnen die wilden Bestien 
eingeschlossen gehalten wurden, bis man sie in die Arena losließ. Endlich 
sehn wir auf dem Plane noch einen Eingang in die Arena bei 5; er ist eng 
llnd führt auf einen langen Gang, an dem links ein kleines Kämmerchen 
(Ü) mit ganz niedrigem Eingange liegt, welches offenbar den kleinen Räumen 
neben den anderen Eingängen gleichartig ist und demselben Zweck gedient 
haben wird. 
Die Arena ist gegen die Sitzplätze durch eine etwa 2 Meter hohe Brü- 
stungsmauer (5 Fig. 104) abgeschlossßn, auf deren oberer Kante wir uns_ ein 
 
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Gitter oder ein Netzwerk von starkem Draht errichtet denken müssen, Welches 
die Zuschauer gegen das etwaige Überspringen der Tiger oder Panther schützte
        

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