Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873288
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Drittes Capitel. 
inschrift besagt: O. Quinctius O.  Valg. M Porcius M.  duovir, des. dem: 
tbeatrum tectum _fac. Zocar. eidemq. prob. Es haben also die Zweimänner 
C. Quinctius Valgus und M. Porcius, welche uns noch als Begründer des 
Amphitheaters wieder begegnen werden, auf Beschluss des Stadtraths den 
Bau verdungen und nach seiner Vollendung approbirt. Die Inschrift genügt, 
um ungefähr die Zeit des Baues zu bestimmen. Da wir nämlich aus einer 
andern Inschrift wissen, dass eben dieser Valgus als Patron des Municipiums 
Aeclanum bald nach dem Bundesgenossenkriege bei dem Wiederaufbau der 
von Sulla zerstörten Mauern dieser Stadt witwirkte, so dürfen wir in ihm und 
M. Porcius Häupter der sullanischen Veteranencolonie erkennen, welche nicht 
allzu lange nach der Deduction derselben das bedeckte Theater und das Am- 
phitheater bauten 74).  
Die Bedachung konnte nur durch einen hölzernen Dachstuhl bewirkt sein, 
da für ein Gewölbe die Umfassungsmauern zu schwach sind. Man hat auf 
letzterer Reste kleiner Säulen sehen wollen, welche den Dachstuhl getragen 
hätten. Doch muss diese Nachricht dringend bezweifelt werden; denn einen 
so großen Dachstuhl zu tragen, waren wohl die sehr starken Seitenmauern, 
nicht aber eine Säulenstellung im Stande. Wie Licht und Luft in den Raum 
kam, wissen wir nicht. 
Ans den der Bedachung halber nothwendigen, den ganzen Bau viereckig 
umschließenden Mauern ergiebt sich eine Form, Welche von der gewöhnlichen, 
Fig- 
Plan des kleinen Theaters 
(Norden oben) 
der Rundung der Sitzreihen entsprechenden, abweicht: 
gradlinig, hinten sowohl als an den Seiten, wo die Flügel 
der Abschluss ist 
der Sitzreihen der-
        

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