Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873267
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Drittes Capitel. 
betrat der erste Schauspieler, Protagonist, die Bühne; demnächst die zweite, 
durch die der zweite Schauspieler, Deuteragonist, auftrat. Spielte das Stück 
- vor dem Königspalast, so führte die Mittelthiir 
 i  in d1e Hauptwohnung desselben, die rechte 
 Thür in irgend ein Nebengebäude, z. B. die 
   Fremdenwohnung, die Frauenwohnung, die 
,:t2EÄl  linke je nach den Umständen in irgend eine 
  Localität geringerer Bedeutung. 
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i, uji X   1e Seitendecorationen wurden bei den 
  Römern, im Gegensatz zur scena ductilis, als 
    scena versilis, die drehbare Scenerie, bezeich- 
 ?  net. Sie bestanden aus prismatischen Maschi- 
E  3;   nen (PeriaktenlFig. 96, auf deren drei Flächen 
19 ä a b c drei couhssenartige 
i"  a Decorationen  auf Stoffe  
ä  i],    j_ i  oder Holztafeln (lcatable-  
5' igtäuiiä-qinnärtlilggäläälväiuv E, mata) gemalt  anve- a  5 
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r-n X  E; äl 5 fä    f!  (I. 
ä  E, vßluäää uälääx nac twaren, undwelche, Z Sri 
b) äälä ää obenundunten eingezapft 6    
ä lää  (d) durch eineDrehungvon 1M 
g gätääuiisei ämiäs 1200 auf die leichtggte Art Fig. 9a. Eine Periakte. 
ä lääli;   älää,  W  einen Decorationswech- 
(I?   sel bewirkten, während die scena ductilis eben 
ä   so rasch zur Seite gezogen wurde. Ganz irrig 
ä    würde es sein, anzunehmen, als hätten die drei 
g  Seiten der Periakten die Decorationen der Tra- 
ä  goedie, der Komoedie und des Satyrspiels ent_ 
E  lwäääunälägg aigä halten. Vielmehr diente diese Vorrichtung 
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o     o ne w 1 namen 1c auc em icenen 
ä  Wechsel innerhalb des einzelnen Stücks, und 
g  fkäägälcw onnten Je nac den Erfordernissen desselben 
ä"  Q2"  die Katablemata gewechselt werden. Von der 
g   zweifelhaften Beziehung gewisser Vorrichtun- 
5  k  gen der pompejanischen Bühne auf diese Pe- 
  lz riakten war schon S. 167 die Rede. 
   N nr wenige Punkte bleiben noch zu erle- 
  , digen. Dass der Verkehr zwischen der Bühne 
   und der Orchestra durch die kleinen fiinfstu- 
   , iigen Treppen, w im Plan, ermöglicht wurde, 
   1st schon bemerkt. Da der Biihnenbau zwei- 
  fellos aus römischer Zeit stammt, so dürfen 
   wir nicht an den Chor und sein im griechischen 
 Theater ele entlioh vorkommendes Ilinauf- 
h N XMNXAXÄXXÄXÄXB  g g    
X Steigen auf d1e Buhne denken_ Ob mitunter 
Schauspieler, welche aus der Ferne kommende Personen darstellten, nicht neben 
den Periakten eintraten, sondern durch die Parodoi und die Orchestra auf die
        

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