Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1873228
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Dritte s? Capitel. 
In Betreff der Orchestra ward schon oben bemerkt, dass sie vielleicht in 
vorrömischer Zeit noch etwas größer war und eine etwas abweichende, sich 
gegen die Bühne wieder verengernde Form hatte, während sie jetzt durch 
einen gradlinig verlängerten Halbkreis begrenzt wird, Sie ist ein durchaus 
ebener, mit Marmorplatten gepflastert gewesener Raum  Die kleinen Treppen bei 
w (Fig. 88) ermöglichten einen Verkehr zwischen der Orchestra und der Bühne, 
YVas endlich drittens die Bühne selbst anbelangt, so gilt es hier, die stärk- 
sten Abweichungen von den Vorstellungen zu bemerken, welche uns von m0- 
 Ä, dernen Bühnen her geläufig sind. 
   Der erste Blick auf den Plan zeigt 
  _l g   einen" wesentlichen Unterschied: 
 XXXXXNX,   die Buhne ist ungleich weniger tief 
       und im Verhältniss viel breiter als 
i"      unsere Bühnen. Bei der geringen 
 ÄNX   Zahl von Schauspielern, welche im 
   antiken Drama zugleich auftraten, 
  M  und bei der Gemessenheit derHand- 
 x    lung wäre eine große Tiefe der 
E    f Bühne hinderlich, sie wäre außer- 
i? "Q .5   dem akustisch schädlich gewesen. 
      Die Bühne in Pompeji, von 33x 
a?   x  Ä 6,60 M. Größe erscheint als ein 
ä    5  313 schmaler Streifen, und doch hat sie, 
ä. _i füllt-r  Ü   mit anderen Bühnen des Alterthums 
ä    I  verglichen, noch eine Verhältniss- 
E? s   mäßig nicht unbedeutende Tiefe. 
ä l, Qm    I   WVir werden annehmen dürfen, dass 
g   e,     sie von einem nach hinten sich 
U;      . g lsäerpkenden (Deiche bietjlecktdwaf. Er- 
a, M   h" a ten ist avon nic ts, O01 sind 
ä    x Hi,  die Spuren solcher Decken an den 
g      besterhaltenen Theatern, denen 
S; eäx   von Aspendos in Kleinasien und 
i" Q   v1    Orange, deutlich zu erkennen. 
N11    Da der bis vor Kurzem ver- 
    schüttete Raum unter der Bühne 
  s;    neuerdin s wieder auf edeckt wor- 
r   den ist,gs0 geben wiä in Fig. 921 
Ä     den Grundriss dieses Theils des 
 MRXÄX    Theaters, wie er jetzt ist, in größe- 
  T l    i rem Maßstabe. Der hölzerne Fuß- 
 boden ruhte hinten auf den vor- 
s rin enden Fundamenten der 
Scenawand S, wo früher die Löcher für die Biilkeä sichtbar gewesen sein sollen, 
vorn auf einer mit dem Proscenium p parallel laufenden niedrigen Mauer m, in 
der Mitte auf der Verbindungsmauer v und dem überwölbten Abzugscanal 1'.
        

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