Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1872714
Die öffentlichen Gebäude. 
Das Macellum 
Pantheon) 
die glänzenden Farben der Gemälde bereits stark verblichen sind. Nur die- 
jenigen an der Wand gegen das Forum sind durch ein breites Dach hinläng- 
lich geschützt und meistens gut erhalten. Um uns über die Bestimmung 
dieses Gebäudes ein Urteil zu bilden, müssen wir zunächst seinen Plan im 
Ganzen überblicken und die Bedeutung der einzelnen Räumlichkeiten so viel 
wie möglich festzustellen suchen. 
Das Gebäude steht, wie schon oben bemerkt, an der Nordostecke des 
Forums, unmittelbar am s. g. Triumphbogen, dessen einen Pfeiler der Plan 
Flg 71 neben dem gewölßten    
Eingang 1 zeigt. Es hegt nicht  ' 
rechtwinkelig gegen das Forum,  k  k,  
sondern schließt sich mehr Vfrei- ßiläh;  l  E q   
lich auch nicht genau] den an  ' E 7   "i   
den Langseiten vorbeifiihren-  i I W n) 33) f H  f  
den Straßen an. Die westliche  li     d?     
Schmalseite, welche wir als Front  "l   w:  f  
bezeichnen können, stößt an das  4-:   
Forum, welches, wie schon oben   _ 
1,8. T4) bemerkt wurde, auf die-  l  Hi)" E   
ser Seite keine gleichmäßig fort-  l rl' 227er m  d  
laufende Colonnade hat; dieselbe  D Q,  f , 
wird ersetzt durch die unter ein-  4   
ander verschiedenen, den einzel-     
nen Gebäuden vorgelegten Säu-  I, 1..  
lenhallen. Diejenige des in Rede  J f  
stehenden Gebäudes wurde ge- ä m  
bildet (oder sollte gebildet wer- ääfäffj""""' i "i f, f Ü "i,  , 
den; denn wir wissen nicht ob  w w.   3' b H  
sie fertig war) durch schlanke    E, Q g v3 E?  
ionische Säulen aus weißem Mar-   W WEM, 
mor, welche auf viereckigen  
Basen standen; am Fuße einer lll  Hlltllllhlllllllll lll i ll ab) h) ll.) txuln-l 1)) ällll. 
jeden Säule stand, dem Innern hg" 71' Plan ilägäggelllifllgsljl g" Pantheonl" 
der Halle zugewandt, ein Piede-  
stal iiir eine Statue; diese Piedestale (2 im Plan) sind 1,14 M. hoch und jetzt 
mit unregelmäßigen Marmorstiicken belegt; die Krönungsjilatten sind antik, 
aber nach der Ausgrabung wieder auf ihre Plätze gelegt worden. Auf zweien 
dieser Basen liegen marmorne Architravstücke ionischer Ordnung, welche nach 
beiden Seiten behauen sind und wahrscheinlich der Front dieser Vorhalle an- 
gehören. Eine zweite Reihe von Statuenbasen stand auf der Rückseite der Vor- 
halle, zwischen den dort sich auf dieselbe öffnenden Läden 5 und an den beiden 
Säulen des Eingangsraumes a. Auf ein oberes Geschoss der Vorhalle deutet die 
Treppe 3, welche nicht zum Innern des Gebäudes in Beziehung steht, sondern 
mit den früher erwähnten Aufgängen zur Gallerie des Forums zu vergleichen 
ist. Links führt die s. g. Strada degli Augustali (früher Straße der getrock- 
neten Früchte) vorüber, und mit 4 sind jene Läden bezeichnet, von deren
        

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