Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1872643
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Drittes Oapitel. 
hatte, und eine männliche Statue, jedenfalls eines Privatmannes, die eine ent- 
fernte Ähnlichkeit mit Cicero hat; auch (liese scheint im innersten Theil der 
Cella (etwa bei 2) gefunden zu sein. Es könnte also scheinen, dass in einer 
Nische die Statue des Augustus stand, in anderen, ihm gewissermaßen gleich- 
berechtigt, die von Privatpersonen. Da nun dies sehr unwahrscheinlich ist, 
so hat Fiorelli die Vermuthung aufgestellt, man habe bei Erbauung der Ca- 
pelle des Kaiserhauses im s. g. Pantheon die Statuen dieses Tempels dorthin 
geschafft und solche verdienter Privatmänner, darunter die des Stifters des 
Tempels, an ihre Stelle gesetzt: eine Annahme, die freilich auch nicht ohne 
Schwierigkeit ist. 
Schließlich ist, zur Vermittlung einer Anschauung von dem Gebäude vor 
seiner Zerstörung, noch in Fig. 66 eine Ansicht des Tempels nach der so viel 
Restaurirte Ansicht des Fortunatemlaels. 
wie thunlich berichtigtcn NViederherstellung Gells gegeben, ohne dass jedoch 
für alle Einzelheiten derselben eingestanden werden soll. 
Als M. Tullius nach Niederlegung der hier früher stehenden, ihm gehöri- 
gen Gebäude den Tempel errichtete, blieb der schmale Bodenstreifen x übrig. 
Von der Straße zugänglich, konnte derselbe öffentlicher Boden scheinen: 
M. Tullius wahrte sich aber sein Eigenthumsrecht durch einen am Eingange 
errichteten niedrigen Lavastein mit der Inschrift: M. Tullii area privaten (Pri- 
vatbesitz des M. Tullius). 
Zwei eigentbiimliche Umstände sind bei (liesem 'l'e1npel zu beachten.
        

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