Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Pompeji in seinen Gebäuden, Alterthümern und Kunstwerken
Person:
Overbeck, Johannes Mau, August
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870574
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1872492
Die öffentlichen Gebäude. 
Der Tempel des Apollo 
Venustempel) 
103 
tung verdorben. Vor den beiden Basen in der Südwestecke stehen zwei 
Altäre, ein größerer und ein kleinerer; wir werden also vermuthen, dass hier 
neben der Artemis Aphrodite stand; denn dem Hermaphroditen hat man 
Sßhwerlich geopfert. Dass auch vor dem Apollo kein Altar steht, erklärt sich 
einfach daraus, dß-Ss ihm ja auf dem großen Hauptaltar geopfert wurde 45). 
Endlißh Stünd- 110Ch an jedem Ende der beiden Schmalseiten. dicht an der 
Ecksäule, auf einer kleinen marmorbekleideten Basis eine Brunnenügur, von 
der das WäSSer in eine auf der Stufe stehende Schale mit cannellirtem Mar- 
"forfuß fiel; V0n den vier Figuren ist keine erhalten; die Berichte erwähnen 
eine große Muschel aus Thon, welche auf einem dieser Fiiße gestanden haben 
kann? Obgleich es etwas seltsam sein würde, eine Thonschale auf einen Mar- 
morfuß zu stellen. 
Sehr reich sind die malerischen Decorationen dieses 'l'empels. Die 
Säulen sind in ihrem untern Theile gelb, weiter oben weiß. Die Art, wie 
diese ursprünglich ionischen Säulen mit dorischem Gebälk mittels Tünche 
in korinthische verwandelt worden sind, werden wir unten besonders zu 
betrachten haben. Die Wände des bedeckten Umgangs, welche nach der 
Seite des Forums hin Nischen von verschiedener Tiefe bilden, sind im Stil 
der letzten Zeit Pompejis mit geschmackvollen architektonischen Perspectiveil 
bemalt, von denen Fig; 54 eine Probe aus der Zeit besserer Erhaltung bietet. 
Das Viereck in der Mitte enthält ein noch zum Theil erhaltenes Fresco- 
gemälde (Helbig N0. 1306), in dem man den gegen Agamemnon losstürmen- 
den, von Athena zurüekgehaltenen Achill erkennt. Andere Gemälde aus 
eben diesem Umgange, jetzt alle fast völlig zu Grunde gegangen (s. Helbig 
N0. 1324. 1325 und die Nach- 
träge S. 461 f.  haben ebenfalls  
heroische Seenen aus dem troi-  X14"    W  
sehen Kreise zum Gegenstande   - v  
gehabt; man erkennt mit größe- R ff ("V7 T) N    ; f t 
1'er oder geringerer Sicherheit i], Ü!  K,   in "  
in älteren Publicationen Hektors wir [I]   "ljiisi i X1 i!  X  
Schleifungß], den vor Aehill um igkv    TV" ewig 
die Leiche seines Sohnes bitten- "77 " {i  "I   fi ßkN 0  f;  
(1611 Priamos, die Gesandtschaft  m i    li   _ il 
der Griechen zu Achi1l(?) und k; 43  1 2 e ( i" 
den Raub des troischen Palla-   t X i,  i! J 
diumsi  X32 z, Ä ä   x! lvljii  
Es ward schon oben (S. 98)  1     i?"   XQN xj,  
bemerkt, dass nördlich vom Tem-  Qx-(l    .7 {N1  Kx  
Iiwelhofe ehemals eine aus der k   j e-Ä   
' uifperiode staminende, nach "(Wild j, 2.;    
Norden geöffnete Säulenhalle lag.  
Späte;- Wurden Zimmer aus der Fig. 55. Gemälde aus dem Zimmer x. 
selben gemacht, von denen we-  
lligstens x zum Tempel gehörte und als Wohnung des aedituus(Küstersibetraßhßet 
werden kann. Man gelangte zu derselben durch die Thür i , welche zugleich
        

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