Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867986
Wohnung 
Die 
der 
Japaner, 
47 
für "Wasser" vertieft heraus und hebt es durch schwarze Ausmalung. 
Möglicherweise, wenn nicht tiefere religiöse Vorstellungen zu Grunde 
liegen, erklärt sich aus diesem Brauch auch 
 M die häufige Darstellung wogenden Wassers 
, jj_ an dem Gebälk der Tempel und in den 
 Dronzebeschlagen, mit welchen die Enden 
 ihrer Pfosten und Balken vorgeschuht zu 
 U    i,  werden pflegen. 
E552"   Die bedeutsame Ausbildung des Daches 
ggf l l" l  in der japanischen Baukunst macht sich auch 
in  sonst noch mannigfach geltend. Mauern zum 
zenen Kapsel mit Wellenverzierung. Abschlufs Von Gärten und Gehöften erhalten 
eine ausgebildete Bedachung aus Ziegeln, 
hölzerne Strafsenlaternen werden mit einem alle Bestandtheile des 
Hausdaches aufweisenden zierlichen Dache geschützt, aus Erz ge- 
gossene Denkmäler erhalten einen weit 
überragenden dachförmigen Aufsatz. I 
In den Städten gesellen sich den I,  
"Wohnhäusern der Wohlhabenden noch   
abseits gelegene feuersichere Gebäude, ex 
die Kunz der japaner oder Go-dowßzs  
der Fremden. Diese oft zweistöckigen  l 
Kunz haben dicke Mauern, welche auf  
starkem Rahmenwerk mit einem sorg-  73' 
fältig schichtenweise getrockneten dicken  l 
Lehm- oder Schlammüberzug bekleidet  
sind, wenige kleine Fensteröffnungen,  
welche durch schwere Holzläden ge-  Ilvlwmja; 
schlossen werden können, eine kleine f) 
rnetallbeschlagene Thür und ein schweres  
Ziegeldach. Die Mauern sind geweifst ljllyäl 
oder mit schwarz gefärbtem feinem Äii 
Stuck abgeputzt, dem durch sorgfältiges  
Poliren das Ansehen schwarzen Lackes  
gegeben wird. In den Gelassen dieser litt-il- 
Kura lagert der werthvolle, nicht dem  
täglichen Gebrauch bestimmte Hausrath.  
Wenn in der Nachbarschaft eine Feuers-  
bumst ausbrichm Schafft man Schlelb Bedachte Strafscnlleyrnelin der Provinz Isc. 
nigst dorthin, was an fahrender Habe 
im Wohnhause vorhanden, und schützt mit dem stets bereit liegen- 
den feuchten Schlamme die Thür und die Fugen der Isäden. So
        

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