Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867840
Blick in ein japanisches Haus von der Gartenseite. Scene aus der Geschichte der Ronin. In der Mitte 
Kakogawa-Honzo, von Rikiya, dem Verlobten seiner Tochter tödtlich verwundet, heweint vcu seiner Frau 
Tonase und seiner Tochter Konami. Rechts Yuranosuke, der Vater Rikiyafs, mit dem Plane des Schlosses 
Moranowds, den ihm KonamPs Vater als Mitgift übergeben hat, und O-Ischi. Rikiya's Mutter. Links 
Rikiya neben dem schneebeschwerten, von der Last befreit aufschnellenden Bambus, welcher dem Yuranoe 
suke die List eingiebt, mit welcher er den Ronin das Schloss Moranowds öffnen will (s. S. 55). 
Die 
Wohnung. 
eistreiche Beobachter haben in der Wohnung des Japaners den 
G baulichen Ausdruck finden wollen für einen uns in seiner Dich- 
tung und Naturanschauung auffallenden Hang, stets der Ver- 
gänglichkeit alles lrdischen Wehrnuthvoll eingedenk zu sein. Aus 
dieser Stimmung heraus habe er sein Wohnhaus nur wie ein Wetter- 
dach zu vorübergehendem Schutze, nicht wie den festgegründeten, 
Geschlechter überdauernden Mittelpunkt des Familienlebens gestaltet. 
Von anderen Europäern, Welche länger in Japan gelebt haben, ist 
diese Auffassung in den Vorwurf gekleidet worden, das japanische 
Haus entbehre der Solidität und des Comforts, biete vor Allem un- 
genügenden, Schutz gegen Kälte und Rauch. Mit dem Maafsstab euro- 
päischer Angewöhnung gemessen, mag das Wohnhaus des Japaners 
dieses Urtheil verdienen, anders aber wird es uns erscheinen, wenn 
wir uns in die Landessitten und althergebrachten Lebensgewohnheiten 
zu versetzen suchen. Wir finden dann, dafs der nächste Grund für die 
Eigenartigkeit der japanischen Wohnung in der Natur des Landes zu 
Bmncxmmnu, Kunst und Handwerk in Japan. 3
        

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