Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867752
Kunst 
Handwerk 
Japam 
gehende, etwa durch die_ Perser vermittelte Handelsbeziehungen zu 
ihrer Deutung nicht hinreichen Würden. Nach Aegypten weisen, wie 
Dresser annimmt, die Abbildung der Sonne als eine rothe oder goldene 
Scheibe, die stilisirte Wasserwelle, das Mäander-Motiv in vielen Grund- 
mustern, fliegende Vögel als Schmuck der Plafonds, die von Blättern, 
Knospen und Blüthen der Lotospflanze  in Aegypten einer Nymphaea, 
in Indien, China und Japan eines Nelumbium  abgeleiteten Zier- 
formen, eine gewisse Aehnlichkeit der japanischen Buddhas mit Götter- 
ßund Königs-Statuen der Aegypter, der Gebrauch von kleinen, der 
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japanischen Makura ähnlichen Kopfstützen im alten Aegypten, des- 
gleichen metallener runder Spiegel, und die Anwendung des versenk- 
ten Reliefs bei beiden Völkern, die Heilighaltung des Ibis hier, des 
Kranichs dort. Die Bedeutung dieser Hinweise ist eine sehr verschie- 
dene. Theils handelt es sich um ganz oberflächliche Aehnlichkeiten, 
welche, wenn man sie aus dem Zusammenhang reifsen wollte, zu den 
abenteuerlichsten ethnographischen Folgerungen führen würden, wäh- 
rend sie doch im Grunde nur so viel bedeuten, dafs Gewerbe und 
Künste überall eben Menschenwerk sind, dafs überall die Menschen 
von der Natur ihrer Wohnsitze beeinflufst werden, dal's gewisse tech- 
nische Verfahren wie von selbst zu gewissen Ziermotiven führen, dal's 
gleiche Bedürfnisse bei verschiedenen Völkern nicht nothwendig ver- 
schiedene Mittel zu ihrer Befriedigung erzeugen. Theils aber ist hinter 
jenen Thatsachen nicht ägyptischer sondern indischer Einflufs in der 
Gefolgschaft des aus Indien entsprungenen Buddhismus zu erkennen. 
In_ dem Gesichtsausdruck der Japaner, in der pfahlbauartigen 
Anlage der japanischen Häuser mit dem abseitigen Abort und in der 
Richtung der Meeresströmung des Kuro-shiwo haben Einige, unter 
ihnen Doenitz, Gründe genug dafür finden wollen, um eine malayische 
Einwanderung anzunehmen. 
Andere haben dagegen geltend gemacht, dafs Gesichts-Typus und 
Haarwuchs der Japaner nicht malayisch sondern mongolisch seien, dafs
        

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