Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870388
Holzschnitt 
Der 
Jahrhundert. 
Kiosai. 
237 
drei Platten, einer schwarzen Strich-  v   
   w   i      
platte, einer grauen und einer Rosa-    Y;  i es 
  - t  YitVP 
T onplatte fein gedrucktes Skizzen-   
buch voll derbkomischer Ausfälle, - 1 
     '   (w:  1:5 
und Trachten vielfach hineinspielen.   iitgmii... weg   
Dieser Man a ist das satyrische    
    tw"      
Bild auf Seite 214 unseres Buches   
.      1 
entnommen. Von sprudelnder Phan-    
tasie zeugen vor allem die Frosch-   
kampfe und die grauenhaft grotes-  
 2  '      t    
ken Skelettstudien, welche des   
     i  brät   
Stiftes eines Holbein nicht unwur-   
dig erscheinen. Gegen neuzeitige  
          
Sittenverderbnifs wendet sich die   
Darstellung eines grofsen Welses   
welcher, von einem Kätzchen ge-   
lenkt, uber ein hauptstadtisches  
Häusergewirr dahinschwebt, hinter  
Vvelchem der Kegel des Fusi.  Studien beschneiter Räume. aus der Mangwa des 
10531. 
Berges aufragt. Der Sinn dieses 
Bildes ergiebt sich leicht aus demjenigen des auf Seite 209 wieder- 
gegebenen Holzschnittes. Letzteres Bild, sowie die Skelettstudien auf 
Seite 211 sind einem kleineren, im selben Jahre unter dem Titel 
Kzbsaz" don gzwa (Kiosafs tolle Bilder) erschienenen Buche ähnlichen 
Inhalts und ähnlicher Technik entnommen. Ein im Jahre 1882 ausge. 
gebenes drittes Buch dieser Art, wird seinem Titel Kz'0saz' suzlgwa, 
d. h. Kiosafs "betrunkene Bilder" nur allzu gerecht, 
Des grofsen Werkes Zenkezz-Kojzfszz, mit welchem der jüngere 
Zeitgenosse Hokusafs, Kikuchiu Yosai, der glänzendste unter den 
neueren Meistern der Skzjo-Schule, sich den fruchtbaren Buchkünstlern 
der Ukiyo-Schule anreiht, haben wir schon wiederholt, u. A. als einer 
Quelle alter Japanischer Kostümkunde gedacht (S. 136 u. 212). Die 
übrigen Meister der Slzzjo-Schule haben nur ganz vereinzelt für den 
Holzschnitt gearbeitet. 
Wenngleich die Vertreter der Kaum-Schule nicht unmittelbar 
hervorragenden Antheil an der Blüthe des japanischen Holzschnittes 
und Farbendruckes nahmen, hat diese Schule doch insoweit wesent- 
lich beigetragen zu den Erfolgen der Ukzjio-Künstler auf diesem 
Felde, als mehrere bedeutende Meister der Frühzeit letzterer Schule, 
unter Ihnen der so wichtige Taclzibana Morzkunz] anfänglich der 
Kaum-Schule angehört hatten,
        

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