Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870283
Der 
im 
Holzschnitt 
19. Jahrhundert. 
Die 
Farbendruck-Albums. 
277 
wobei sie sich eines von der 
bedient, um sich auch von 
wir damit die vierte Uta des 
linken Hand geführten kleineren Spiegels 
der Rückseite zu schauen. Vergleichen 
Hyak nin isfshiu: 
"Es streift vom stillen 
Haus an Tagds Strand der Blick 
Des Fusi Gipfel; 
Weifs leuchtet sein hehres Haupt 
In frisch gefallenem Schnee"  
der 
Blick 
so liegt es nahe, bei dem das Bergeshaupt umhüllenden Schnee an das 
weifsgeschminkte Haupt der Schönen zu denken; zugleich aber liegt 
ein Wortspiel zu Grunde, da in der Blumensprache des Japaners die 
mit zackiger Zeichnung geschminkte Nackengrube der Frauen mit dem 
Namen jenes heiligen Berges genannt wird. 
Zu einem ähnlichen Spiel bietet die dreizehnte Uta Gelegenheit: 
HVOII luftiger Höh' 
Des Tdkubane-Berges strömt 
Der Mina zu Thal, 
Strebt in liebender Eile 
Hin 
Zlll" 
grenzenlosen 
Seey 
Im Hinblick auf den Gleichlaut des Namens des Tskubane- 
Berges mit der Benennung des Federballspieles wird uns hier eine 
reichgekleidete junge Frau gezeigt, Welche, die Ballkelle im Arm, einen 
Federball wie liebkosend in den Händen hält. 
Sehr hübsch wird die 77. Uta glossirt. Eine junge Dame beugt 
sich über die vor ihr auf dem Boden einzeln ausgestreuten Schalen 
des Genji-Muschelspiels, bei Welchem die Spieler die sowohl ihrem 
natürlichen Wuchse nach, Wie nach Maafsgabe der Malereien auf der 
hohlen Fläche der Schalen ein Paar bildenden Muschelhälften herauszu- 
finden haben. In sichtlicher Erregung ist sie bemüht, dieser Aufgabe 
nachzukommen, und das Gedicht, dessen Nebensinn auf die Vereini- 
gung zweier nach vielen Hindernissen verbundenen Liebenden deutet, 
giebt ihrem Thun tieferen Sinn mit den Worten: 
"Brüllenclen Stromes 
Schäumende Wogen theilet 
Beim mächügen Anprall 
Fels zum Doppelstrom. Doch 
Balde vereint sich die Fluth." 
sich! 
In der 61. Uta preist die Dichterin Iso no Ohoske die Kirsch- 
bäume, welche ehedem die alte Kaiserstadt Nara mit ihren Blüthen 
schmückten, nun aber, in den Garten der neuen Residenz Kokonohe
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.