Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870217
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Kunst 
und 
Handwerk 
Japan. 
Q Alb, q lungen von Gottheiten wechseln sodann mit 
3 i",  Entwürfen für Zimmerleute und Bildhauer 
 Ei 'W qi ab. Auch sie mögen als Entwürfe für 
xqßv Q Tempelsculpturen gedacht sein; so z. B. 
  der an einem Strahlenkranze von Pfeilen 
Kirschmüthe als Kranich kenntliche T  und die 
Nach Hokusai. beiden Nzlo-kon-ga, halbnackte athletische 
Gestalten von wild abwehrender Geberde, 
welche als Thorhüter buddhistischerTempel aufgestellt zu werden pflegen. 
Unter den architektonischen Entwürfen sind bemerkenswerth das 
sechs Seiten füllende Glockenhaus, auf dessen Gibelürst ein grofser 
Stelzvogel sein Nest gebaut hat, und der ebenso viele Seiten füllende, 
sechsgeschossige Thurm einer Pagode. Mit Vorliebe behandelt der 
Künstler auch die Brücken, von den einfachsten, welche nur aus einem 
an Pfähle befestigten, und durch Laufbretter mit dem Ufer verbun- 
denen Boot, oder nur aus vertauten, schwimmenden Reisigbündeln und 
Fässern bestehen, bis zu kunstvolleren Constructionen, wie deren eine 
auf S. 241 wiedergegeben ist. Bei den 
meisten dieser Bilder hat Hokusai die 
i technische Darstellung durch eine Fülle 
lebensvoller Gestalten des Alltagslebens 
zu einem Genrebilde erhoben. 
Dem Holzbildhauer bietet das 5km 
Glydnenmüthe als Kranich. lzmagata Studien von Wellen, die ja als 
Nach Hokusai. plastischer Schmuck des Gebälkes der 
Tempel, vielleicht zur sinnbildlichen Ab- 
wehr des Feuers, vielfach vorkommen. Ferner Entwürfe für Consolen und 
jene grofsen, vollrund durchbrochen geschnitzten Füllstücke, welche die 
Lücken zwischen den sich von unten nach oben erweiternden Cons0len- 
Wucherungen unter den Weit vorragendenTempeldächern zu füllen pflegen. 
Der Erzgiefser findet Constructionen und Verzierungen für 
Tempelglocken, für Räuchergefäfse und Altar- 
Q leuchtet. Einige Seiten bieten einfache Flach- 
Qpvxßpä ornamente fur die "Au-sfullulnädder qulatldlia- 
ß   Eschen oder rautenforinigen e 'er von" sz- 
LQ  9 ecken. Das letzte Bild zeigt einen prnc lillg 
 {a "Es aufgezaumten Rappen  alS Entwurf für dle 
 ( plastische Darstellung des bei vielen Shinto- 
s   Tempeln unterhaltenen, der Gottheit geweihten 
 Pferdes. 
Muster für Zeugfärber. Aus dem Ein kleines i. 1824 unter dem Titel 
Hinagata Komm, des Hokusat [Jimzgaia Komwz erschienenes Buch mit
        

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