Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870194
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Kunst 
Handwerk 
Japan. 
Pfeifen-Ciseleure. Ein vergnügtes Pas de deux der beiden Glücks- 
götter Yebis und Daikoku folgt, und dann nahezu ein Hundert Runde, 
ganz im Geiste der Pfeifenverzierungen, Blumen und Thiermotive für 
kleine Metallbeschläge wie im ersten Hefte, Figuren, deren Zweck 
nicht sofort zu errathen, darunter Hotei, der dickbäuchige Glücksgott, 
in allerlei komischen Posen, spielende Kinder, wilde Thiere und zu 
guter letzt ein niedliches Dämchen, welches mit aufgerafftem Kleide 
kokett über eine schmale Brücke spaziert. 
Im dritten Heft lernen 
 wir den Meister als Zeichner 
f"  X1 für Gewebemuster kennen. 
(v? jböäiiß Gleich im ersten Bilde nach 
      I, dem Titel zeigt er uns in 
ß ä T  t "r einem Farbendruck ein jun- 
ik h?"   x" Ö ges Mädchen, welches mit 
((1  L emlfa Y aufgeschürzten Aermeln am 
 ü] Ä.- Webstuhl arbeitet. Flach- 
(L f  _ g? muster für Färber schliefsen 
 "i sich an, darunter viele von 
 u- reizender Erfindung, aber 
Flaschenkürbis-Ranken, Muster für Zeugfürberei aus dem zum  doch schon 
Banshoku dzuko des Hokusai. älteren Ursprung-S, vom 
Meister nur in seiner fri- 
schen, prickelnden Weise zurecht gemacht. Vor anderen fallen uns auf 
die Streumuster aus abgefallenen Kiefernadelpaaren und Mumeblüthen. 
Zerblätterte Kirschblüthen, sechstheilige Schneeblumen und weifse Häs- 
chen, diese als Vertreter des Mondes, erinnern an die ndrei weifsen 
Freunde des Dichters"; oder es deuten Häschen und Kirschblüthen in 
einem regelrechten Schneegestöber auf dieselbe dichterische Dreiheit. 
Spuren von Vogelfüfsen im feuchten Sande des Meeresufers. Das alte chi- 
nesische Motiv der Mumeblüthen auf geborstener Eisfläche, in vielfachen 
Spielarten. Sanfte Wellenlinien, zwischen denen nadelförmige junge 
Fischlein hin- und herblitzen. Mehrere Blätter mit den aus Warzen 
gereihten, geometrischen Mustern der durch Abbinden gefärbten Seiden- 
kreppe. Als letztes Bild ren ohne bestimmten Zier- 
zwei schwarzhändige Fär- zweck, überhöhte Recht- 
ber bei der Arbeit, wie ecke, für die uns aus 
immer seelenvergnügt. 6 derWohnungseinrichtung 
Das Vierte Heft be- bekannten "Pfostenver- 
ginnt mit Entwürfen für  berger" wohlgeeignet, 
Stichblätter, Menuki's und und kleine landschaftliche 
  Aus dem Banslioku dzuko 
grofsereRundfelder. Figu- des llOkUSai. und Genre-Bildchen fol-
        

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