Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870170
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und 
Kunst 
Handwerk 
Japan. 
Seite. Die beiden anderen Hefte enthalten auf zusammen 45 Doppel- 
Seiten über hundert Entwürfe für Kämme, zwischen welche noch eine 
Anzahl von Blättern mit losen Motiven 
für Holzäderung, Pferde, Hunde und 
andere Vierfüfsler, kleine Pflanzenstudien, 
landschaftliche Einzelheiten, Meereswel- 
len und Genrebildchen eingestreut sind. 
r Das Bild eines jungen, mit der Anferti- 
 Ü gung von Kämmen beschäftigten Weibes 
i, macht den Beschlufs. 
 4' Der tiefgehende Einflufs dieser in- 
xuj haltreichen Hefte auf das Kunstgewerbe 
 der Folgezeit tritt auch in der häufigen 
5' Ausnutzung ihrer Motive für ähnliche 
 Mustersammlungen zu Tage. Aus ihnen 
 hat Isai für seine unter dem Titel Kwa- 
N! clw-szm-sui dsu-slzzkz" in den 60er Jahren 
' ausgegebenen Musterbüchlein mehr als 
, billig geschöpft, und noch 60 Jahre nach 
 , ihrem Erscheinen hat rnan unter dem 
,v  W:Tl'      
v" S.  ß; Titel Shzo-slzoku hznagam Hokusaz dzu- 
 9:31  V skzlzz" eine gute Anzahl von ihnen neu 
Ü 1, 47)? herausgegeben; freilich unter Weglas- 
 _   sung sowohl der begrenzenden Umrisse 
   der Kämme für die einen, wie der Zwei- 
 theilung der Pfeifenzierrathen für die 
anderen  wodurch die meisten den 
decorativen Witz eingebüfst haben, mit 
welchem Hokusai sie in die Werkstätten 
seiner Mitbürger entsandt hatte. 
Von nicht minder bedeutsamem Ein- 
 flufs auf das japanische Kunsthandwerk 
der letzten fünfzig Jahre und ebenfalls 
von Isai und Anderen Weidlich. aus- 
gebeutet worden ist ein i. J. 1335 unter 
dem Titel Banshoku dzu-ko in 5 Heften 
Kinder-Märchen vom Theekessel der sich ausgegebenias Werk, auf dessen Titel 
in einen Dachs verwandelte. Eühvurf für Hokusai Slch zur Abwechselung Talto 
eineTabakspfeife. Aus dem Koushi hinagata Sensei benennt. Gonse zählt dieses 
des Hokusat Werk, das in schönen frühen Abdrücken 
selten, in verwischten, mit rohen Farbenüberdrucken beklecksten aus 
neuerer Zeit überaus häufig vorkommt, zu den bemerkenswerthesten
        

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