Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870157
254 
Kunst 
und 
Handwerk 
Japan 
uns in die Paläste des Adels zu feierlichen Empfängen vornehrner Be- 
sucher, zeigt uns in den Säulen-Hallen der Tempel die mehr der Unter- 
haltung als der Andacht wegen zusammengeströmte Menge oder 
die einem buddhistischen Prediger lauschende Zuhörerschaft; auf 
den Strafsen die Reisezüge des Adels, das eilige, wechselvolle 
Drängen des Werktagslebens oder das heitere Feiertagstreiben zu 
Lande oder auf dem Wasser. Mit Vorliebe führt er uns in die Werk- 
Stätten der Handwerker, zu Holzbildhauern, zu Schmieden, Metall- 
drehern und Treibern, zu Färbern, Stickern, Webern und vielen 
anderen. Auch an Bildern aus der heimischen und der chinesischen 
Sage fehlt es nicht, doch treten diese zurück gegen jene Bilder des 
arbeitenden Volkes, welche dieses Buch zu einem der anziehendsten 
unter den von Hokusai für den Unterricht seiner jungen Landsleute 
geschaffenen gestalten. 
In ähnlicher Weise 
hliifälfiÜ;.1ii-ls3  ist auch im Eben 
 "  Ä;    "ÄexZ-ß   
,   A. slzenjz-mon (183 5) ein 
z); f, _ S-gxyaw-"sre-    a;  I4    
e;  xwßiwv fur Kinder bestimmter 
r   '"V    
_ 3 sig gib 1   sv Text mit Bildern man- 
 s i], "J    nichfacher Art lose 
" ä l?- T"  T, v  Verbunden Das Buch 
_ .1. ql,  x s?" srb1-g jä-lli, I)  
131111,   n '  am der tausend Schrift- 
              
3'512: l   i  X-Ah Q Zeichen", ein aus tau- 
 .c  ß , ' iss-x  
 Je.   ? 14', S  send verschiedenen 
f, f, 13g  1.5 H  4 [A     
LQZYQV filiprn q 4 5-15, I) Schriftzeichen beste- 
  hendes, klassisches 
         
r: 1: äsaäiläälzvii-L-n Buch der chmeslschen 
Literatur, an welches 
Geschichte des Awoto Sayemon, welcher, als er eines Abends zehn wie in Seinem Ur_ 
Münzen in das Wasser des Nameri-gawa hatte fallen lassen, fünfmal 
ihren Werth für Fackeln und Helfer ausgab, um sie wiederzufinden, und SPFUHgSI-ände, SO auch 
der; Spötterln über seinje Versähxrvencilung zur äntgvdort gabs dwl-Iättedich in Japan der Lese_ 
THC t So V13 EU gEYVHU i' um 1B VCTOTEHCH ze n ünzen WIE CTZLI lH cm   
so wären sie für immer, im Bette des Flusses verloren gewesen; nun undschrellyUnterl-"lcht 
aber bleiben die fünfzig, Welche ich ausgab, erhalten, gleichviel ob in mechanisch anknüpft! 
meinem oder Anderer Besitz, und von den sechzig ist keine dem Lande   
verloren gegangen." Aus dem Ehon sheifimon des Hokusai. (1835). bildet das GerlpPe des 
J 
Textes. Jeder Gruppe 
von Schriftzeichen, Welche zusammengenommen eine Sittenlehre, ein 
Mahnwort zum Fleifs und zur Tugend, einen Hinweis auf ein erhabenes 
Vorbild aus alter Zeit darbieten, sind Erläuterungen und ein sinnver- 
Wandtes Bild beigegeben. Für diese Bilder hält sich Hokusai aber 
keineswegs nur an die chinesischen Gestalten, auf welche der Urtext 
hinwies; er schöpft mit freier Künstlerlaune auch aus dem reichen 
Motivenschatz der japanischen Geschichte und Sage. S0 prägten sich
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.