Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1870063
Holzschnitt 
Der 
Jahrhundert. 
HokusaPs 
Mangwa. 
255 
Konga-Kolofs bepinseln, von dem  
nur ein riesenhafter Fufs sichtbar fjßt, ß 
ist; langnasige Tevzgu, welche aus   j 
der Noth ihrer ellenlangen Nasen jf-lf  (a, 
eine Tugend machen, indem sie sich   f 
ihrer als Tragbalken zum Fort-    
schaffen ihres Gepäckes bedienen;  45':  
fette Ringer, Welche im langbe- Ä   j f 
fransten Schurz, rvom Schwert-     
träger begleitet, dem verehrungS- J  yj 
würdigen Publikum ihre Reverenz  b  
machen, zum Anpacken des Part- ä  
ners Stellung nehmen, angestemmt l  
alle Muskeln zum entscheidenden x   
Schwung spannen, der den Gegner  
in den Sand strecken soll; komische  
Kraftspiele. Nochmals Europäer mit   
Schiefsgewehren; eine eben abge-   
feuerte Kanone; eine durch einen  
selbstschiefsenden Bogen im Lotos 9- 
bewachsenen Gewässer erlegte ' 
Wildgans; eine europäische, d0p- 9' 
Penäuüge Pistole mit Feuerstein" Kurikara, Sinnbild des Gottes Fudo. Aus 
schlofs, die dem Künstler absonder- der Mangwa des Hokusai. w. Band. 
lich gefallen haben mufs, da er 
sie in natürlicher Gröfse von allen vier Seiten abgezeichnet hat; 
einen indisch fünfköpfigen, zehnarmigen Bzkkamon als Löwenreiter; 
kleine, mit wenigen Pinselstrichen angedeutete Figuren, unter 
denen sich die Glücksgötter und andere schon oft in der Mangwa ge- 
sehene Gestalten zum so und sovielten Male wiederholen. Zum Schlusse 
Alltagsmenschen in Tempelhöfen und als letztes Bild ein Knäbchen, 
welches eine grofse Münze über sich hält, deren vier Schriftzeichen, 
jedes für sich mit dem viereckigen Loch in der Mitte zusammen gelesen, 
vier Worte ergeben, welche besagen: "Ich allein weifs dieses!" 
Im 12. Bande erreicht Hokusafs ausgelassene Laune ihren 
Höhepunkt. Fast überschreitet er hier die Grenzen seiner heimath- 
lichen Sitte, welche gewisse, auch dort unvermeidliche sittliche Aus- 
wüchse streng in die Schranken einer, dem intimen Treiben des 
Yoslziwara ausschließlich gewidmeten illustrirten Literatur verweist, 
welche abseits unserer Betrachtung bleiben mufs. Dem Uneingeweihten 
macht dieser Band einen ziemlich harmlosen Eindruck. Es scheint, als 
habe der Künstler sich vorgesetzt, uns hier einmal „die kleinen Leiden des
        

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