Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869897
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Kunst 
Japan, 
Handwerk in 
und 
vor, und diese Farben werden ohne Abschattungen, nur in platten 
Tönen über die schwarze Zeichnungsplatte gedruckt. 
Einer der Nachahmer des Torii Kiyonobu, Nishimura Shige- 
naga, Welcher zwischen den Jahren 1716 und 1748 zahlreiche, mit 
vier Platten gedruckte Bildnisse von Schauspielern und schönen Frauen 
veröffentlichte, bereitete den bald nach der Mitte des Jahrhunderts 
beginnenden Aufschwung des japanischen Holzfarbendrucks Vor, welcher 
in den Werken einiger seiner Schüler, des i.  1789 gestorbenen Ishi- 
kawa Toyonobu und des bedeutenderen Suzuki Harunobu, dessen 
Hauptthätigkeit zwischen die Jahre 1764 und 1779 fällt, zu technischer 
Vollendung gedieh.  
Harunobu gilt als der 
   , Erfinder der als Surimono 
Q ä Ä  fix i;  E  oder Adzzzma Mlrkzläz-yä 
t A "x27 ä Ä g . Ä bekannten, mit fünf, sechs 
  3 lt und mehr Platten, oft unter 
I l  ( iÄ h ä reicher Anwendung der 
i l I    Pressung mit metallischen 
 u i"  I gflrben hergestellten äinizsel- 
Jiy  U  S atter, wec e nac rt 
fi- w"   I" der bei uns seit einigen 
YXX  l n   nyesgtgß-igiö- Jahrzehnten üblichen farbi- 
 '   gen Neujahrswünsche Be- 
) l ü" w 0T v, kannten und Freunden als 
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1,; J       Neujahrsgrufs zugesandt 
x Q   i, a, Kt- und zu diesem Zwecke viel 
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 ein-säen... ä verkauft wurden. Schau- 
Ökx  50  spieler abzubilden hielt er 
"'ä   -  ungleich den meisten 
   seiner Kunstgenossen  
      unter seiner Künstlerwürde. 
  x e  n  
  - Gonse legt ihm das Wort 
 in den Mund: "Ich bin Ya- 
Junges Mädchen bei der Toilette. Nach einem Holzschnitt des malo ygshz. (japanischer 
SuzukiHarunobu. Sittenmaler) und Werde nie 
hinabsteigen zur Rolle eines 
Kavara 1420120" (verächtlicher Ausdruck für Schauspieler). Die käuf- 
lichen Modeschönheiten zu verewigen, hielt er aber keineswegs unter 
seiner Würde, und noch ein Jahr vor seinem Tode veröffentlichte er die 
Bildnisse von vier Tänzerinnen von auserlesener Schönheit, welche bei 
einem im Tenjin-Tempel zu Yushima gefeierten Feste auftreten sollten. 
Derartige Farbendrucke rühmt Gonse als Wunder von Eleganz und
        

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