Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869882
Holzschnitt. 
Der 
Nishigawa Sukenobu. 
Farbendrucke. 
Erste 
237 
zu seiner Befreiung nahenden Priester zu leben scheinen. Mit Vorliebe 
wählt Sukenobu seine Illustrationen aus den Schicksalen berühmter Lie- 
benden; die landschaftlichen Hintergründe weifs er mit Geschick anzu- 
ordnen. Auch die Spuren seines Wirkens lassen sich im Kunsthand- 
werk bis auf unsere Zeit, vorzugsweise auf den Stichblättern nach- 
weisen. Die Hamburgische Sammlung besitzt u. A. ein von Koreyoshi 
Toyoki sehr schön ciselirtes, eisernes Stichblatt, welches nach dem hier 
wiedergegebenen Bilde mit der Geschichte des verbannten Jasuyori 
ausgeführt ist. Ein Anhang des Elzon yamato lfzjz" enthält eine Ab- 
handlung über die Malerkunst. 
Unter Nishigawa Sukenobu's, der Frauenwelt vorzugsweise 
gewidmeten Werken ist sein frühestes Buch "Haku-zzin joro slzzha 
sadamä" v.  1723 mit Darstellungen der Frauen aller Stände, das i.  
1736 erschienene „Eläon T ama Kadzura," welches den Beschäftigungen 
der Frauen gewidmet ist, und ein diesem ähnliches Werk v. j. 1741 
unter dem Titel: „ E6012 Chiomz" Gusa" zu nennen. 
Weniger selbstschöpferisch, aber als Sammler und Herausgeber 
von Skizzen nach Gemälden der alten Meister China's und Japan's 
vielfach thätig, War Ooka Shunboku, ein Lehrling der Kano-Schule, 
von ergänzendern Einflufs neben seinen Zeitgenossen Morikuni und Suke- 
nobu. Er starb als 84jähriger zwischen den Jahren 1757 und 1764. 
Vier seiner Sammelwerke in je 6 Bänden enthalten ausschliefslich 
Holzschnitte nach berühmten Bildern; das erste derselben, Gwa-ski 
Kwaz-gßo erschien i. J. 1707, das bekannteste Ekon te-Kagamz" 1720, 
das Gwa-ko senr-an 1740 und das Wa-kan mezllzzlsu gwa-yen 1749. 
Während die genannten und andere Maler ihrer Richtung den 
Holzschnitt künstlerisch beleben, sich aber auf seine technische An- 
wendung für den Schwarzdruck beschränken, regt ihr Zeitgenosse To rii 
Kiyonobu (1688-4736), den wir schon als den Begründer der thea- 
tralischen Abzweigung der neuen Ukio-ye riu kennen gelernt haben, 
den mehrfarbigen Abdruck der nach seinen Zeichnungen geschnittenen 
Holzstöcke an. Als erste Buntdrucke gelten seine in Yeddo ausge- 
gebenen Einzelblätter mit den Bildnissen der hauptstädtischen Bühnen- 
sterne und der Modeschönheiten, "Bzjin", in ihren reichen nur für sie 
geschaffenen Trachten. jedoch sind er und sein in gleicher Richtung 
thätiger Zeitgenosse Okumura Masanobu, des Letzteren unmittel- 
barer Nachfolger Torii Kiyomasu und dessen Sohn Torii Kiyo- 
midsu noch weit davon entfernt, in der Fülle und Mannigfaltigkeit 
der Farben mit den Webern, Färbern und Stickern jener Gewänder 
wetteifern zu können. Die Palette ihrer Farbendrucke ist noch eine 
sehr einfache. Ein blasses Grün oder Blau und ein helles Roth, denen 
bisweilen ein trübes Gelb oder Violett hinzutreten, herrschen anfänglich
        

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