Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869645
Die 
Japans 
Malerei 
Iahrhundert. 
Yosai. 
Zeshin. 
213 
Maler , 
Schule 
zugleich 
an. 
ein 
berühmter 
Lackmaler , 
gehört 
der 
Shijol 
Mag Zeshin und mögen andere tüchtige Künstler noch eine 
Weile den Ruhm der Malerschulen des 18. Jahrhunderts fortpflanzen, 
im Ganzen ist ein Ebben der japanischen Kunst in unseren Tagen 
unverkennbar. Seit dem Jahre 1868, welches wie ein Abgrund zwischen 
dem rein japanischen und dem europäisirten Japan klafft, hat nervöse 
Arbeit für die Neugestaltung aller politischen und socialen Verhältnisse 
die dämmernde Behaglichkeit der alten Zustände ersetzt, unter denen 
die schönen Künste eine Lebensirage für alle Gebildeten gewesen 
Waren. Statt Neues zu schaffen, zehrt die bildende Kunst der Japaner 
unserer Tage von dem Erbtheil ihrer Väter. 
 Inwiefern der Ein- 
flufs des Abendlan-  
des, die Bekanntschaft 
mit den Meisterwer- X 
ken der grofsen Italie- xxl 
ner und Niederländer  
des I6. und 17. Jahr- SH   
hunderts, die persön- ÄXSEQ 
liche Beruhrung mit  x  .31 g) 
unseren lebenden Ma- f, ä i?  
lern und der Ueber- w;  
gang zur Technik der .1 f i'll:  
Oelmalerei befruch- ß . M l  
tend oder verwirrend  ü 4 {ab VÄÄ ß-iälkä,  
auf die Malerkunst (v? F l  ux,  
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der Japaner einwirken 7 I x Äyy  .45 
werden, läfst sich noch  p  x i 3 
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nicht ermessen. Auf- 4' ß  yoy " e] 
fällicr ist der Umstand, k?       
dafsb die Japaner, so XAXÖ "g!  X4,  
rasch sie sich die 
exacten Wissenschaf- Fürstlicher Flölenspieler. Aus dem ZeukemKojitsou des Yosai. 
ten des "Abendlandes und ihre Nutzanwendung auf das wirth- 
schaftliche Leben anzueignen suchten, so übereilt sie die histori- 
schen Formen ihres äufseren Lebens gegen abendländischen Mummen- 
schanz dahin zu geben scheinen, sie doch in der bildenden Kunst ein 
stolzes Beharrungsvermögen bekunden, welches sie bisher abgehalten 
hat, ihre männliche Jugend auf unsere Kunst-Akademien zu senden, 
oder abendländische Maler und Bildhauer als Professoren an japanische 
Pflegstätten der Kunst zu berufen.
        

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