Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869639
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Kunst 
Handwerk 
Japan. 
kunde gedachten, wird von seinen Landsleuten und auch vonAnders0n den 
Meistern der Shi 0-Schule beigezählt, obwohlYosai nicht, wie die meisten 
seiner Vorgänger, der Thier- und Blumen-Malerei, sondern nahezu aus- 
schliefslich der geschichtlichen Malerei sich widmete. Nach den, Gonse von 
seinem japanischen Mitarbeiter gemachten Angaben hat Yosai seinen 
ersten Unterricht in dem Atelier eines Malers der Kano-Schule er- 
halten, in der Folge auch die anderen Schulen studirt, ohne sich 
jedoch einer derselben ausschliefslich zu eigen zu geben. Gestützt 
auf eine umfassende literarische Bildung, schuf er sich seinen eigenen 
Stil, eine glückliche Mischung von gewissenhaftem, zu Zeiten archäo- 
logisch durchdachtem Realismus 
1 11'; mit verfeinertem Spiritualismus. 
' x? 4" Fenollosa freilich will dem 
  t Meister diese Eigenschaften ab- 
i": f) aß sprechen. Er nennt ihn den käl- 
ä f  testen und abstofsendst materia- 
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i kill; listischen aller neuzeitigen Kunst- 
 I  5 ler Japans dessen Talent nur in 
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I]? [wie sj- äß. keinen Funken von Herz erwarrnt 
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väwiyä- s ß werde. Gonse, welcher die Vor- 
fall], mit  züge Yosai's besser zu würdi- 
  gen weifs, betont mit Recht, dafs 
 Yosai, obwohl er von Grund aus 
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, lliQsif-Täix national bleibe, am meisten unter 
A N  allen japanischen Malern sich der 
 ,  k euro äischen Art enähert habe. 
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A" V IÄW ü; Die Reize des Kolorits ver- 
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ljqkgfgtxß 5' ä schmaht er, ausdrucksvolle Zeich- 
f  i l nung ist ihm Alles, daher ein 
 Bild von seiner Hand mehr eine 
Fujiwara Badatosi (I4. Jahrhundert) mit der ihm von Liu, Geistes" als eine Augenweide' 
seinem chinesischen Lehrmeister, geschenkten Biwa, aus Dafs Fenonosa in dieSemFane sich 
dem Zenken-Kojitsou des Yosai.  h  b   V th .1 n 
nic twie e1 seiner erur eiu g 
Hokusafs auf hochgeborene Kennerschaft berufen kann, erhellt aus den 
Ehrenbezeugungen, welche i.  1875 dem damals 88 Jahre alten Künstler 
bei seinem Besuche in Tokio erwiesen Wurden. Der Kaiser empfing ihn 
mit der gröfsten Auszeichnung und belohnte seine Verdienste um die 
nationale Geschichtsmalerei durch förmliche Verleihung des Titels als 
"erster Maler Japans". Drei Jahre nach diesem Triumphe, 1. J. 1878, 
starb der Meister.  
Auch Shiba-ta Zeshin, einer der angesehensten lebenden
        

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