Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869392
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Kunst und 
in Japan. 
Handwerk 
Schule mehr und mehr verdunkelte, pflegten zahllose Schüler Moto- 
nobu's die Manier ihres Meisters durch das ganze 16. Jahrhundert. 
Die Werke der Kano-Schule kennzeichnen sich, ihrem Ursprunge aus 
chinesischer Quelle gemäfs, durch gewandte und rasche Mache mit ein- 
fachen Darstellungsmitteln. Ein "impressionistischer" Grundzug tritt 
besonders in den Landschaftsmalereien zu Tage. Schwarzweifse Tusch- 
malereien, deren Wirkung bisweilen durch wenige leichte Lasuren 
erhöht wird, wiegen Anfangs vor. Später wird auch eine mehr deco- 
rative Richtung gepflegt, welche in der glänzenden Anwendung von 
Gold und vollen Farben mit den älteren buddhistischen und den Tosa- 
Malereien Wetteifert. In den Vorwürfen der Kaum-Malereien herrschen 
buddhistische Gestalten, chinesische Legenden, chinesische Landschaften, 
Thiere und Pflanzen in chinesischer Auffassung vor, ohne dafs sich die 
Künstler jedoch gegen die von anderen Schulen gepflegten Gebiete 
der nationalen Geschichts- und Genre-Malerei grundsätzlich abge- 
schlossen hätten. 
„Die drei Lacher"  (Eine chinesische Geschichte: ein der Welt ßentfrerndeter Weiser ist von zwei ihn 
besuchenden Freunden nach gutem Trunk durch heitere Gespräche aus seiner Einsiedelei gelockt worden, 
und wird eben inne, dafs er, seinem Gelübde zuwider, die Brücke überschritten hat, welche seine Insel noch 
mit der Welt verbindet.) Nach Kano-Motonobu (16. Jahrhundert). Aus dem Wa-kan mei-gwa yen. 
M0ton0bu's Bruder Kano Utanosuke wird der gröfste 
Vogel- und Blumenmaler von japan und in der zweiten Hälfte des 
Jahrhunderts ersteht in seinem Enkel Kano Yeitoku ein Meister,
        

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