Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869280
Malerei Japans. 
Die 
Methode 
des 
Unterrichts. 
x77 
oder älterer Künstler. Das Stu-  
dium nach der Natur als ein Weg  
zum Erlernen der Kunst ist erst Ü; 3  
eine Errungenschaft des 18. Jahr-     
hunderts.  Ära?"- i" ä 
Hie und da haben sich auch   ä a2? g 
aus holländischen Bilderwerken igä    3 
unklare Vorstellungen über die .33 s " ( 
Zeichenmethoden des Abendlandes i?  
eingeschlichen, ohne es jedoch zu a?   
ernstlicher Geltung gebracht zu J Qigiwi" 
haben. Ein vor hundert Jahren  9 (a 
in der Periode Temmez" unter 517 
 .1 m2 
     
ski" erschienenes Werk sollte 9 
den Japanern die abendländische  
Kultur vermitteln, soweit es bei  
dem damals herrschenden System 
der Abschliefsung zulässig War. Kazamiya. ein Sriezßlpolirer, 
In einem seiner vielen Hefte zeigt zusammenäflfetzieiäindfi: küllglejnifiäfestente" 
es z. B. eine Electrisir-Maschine und  
ihre Wirkungen, einen Holländer in der Zeittracht, mit allen Einzel- 
theilen seines Costüms von der Zopf- und Haarbeutel-Perrücke bis zu 
den Schuhschnallen; in einem anderen Hefte ein Mikroskop und allerlei 
vergrössertes Ungeziefer. In einem dritten bietet der Herausgeber 
Morishima Shiuro Auszüge aus europäischen Zeichenbüchern, vor- 
zugsweise aus des Gerard Lairesse i.  1712 zu Amsterdam erschie- 
nenem "Groot Schilderboeck waar in de Schilderkonst in a1 haar deelen 
grondig werd onderweezen", und aus desselben Künstlers i. 1746 
ebendort herausgegebenen "Principes du dessin". Da sind allerlei 
Proportions-Studien, welche Lairesse wieder Albrecht Dürer's vier 
Büchern von menschlicher Proportion entnommen hat, schematische 
Gliedermänner in der Art des Heinr. Lautensack, Köpfe mit Hülfskreisen 
und anderen Hülfslinien, Figuren in den verschiedensten Haltungen 
zur Veranschaulichung des Schwerpunktes, endlich die Werkzeuge 
des Kupferstechers, Punzen und Roulette, abgebildet. Alles das ist 
nun zunächst spurlos an den japanischen Künstlern vorübergegangen. 
Nur Hokusai und einige Zeichner seiner Schule haben sich dieses 
Anschauungsstoffes bemächtigt und ihn, aber dem Anscheine nach nur 
in humoristischem Sinne ausgebeutet. In dem Büchlein "Hokusai gwa 
le-äon" bringt der Meister allerlei Versuche dieser Art; Zeichnungen 
von Vögeln entwickelt er aus der Eigestalt, hiezu offenbar angeregt 
BRINCKMANN, Kunst und Handwerk in Japan. 12
        

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