Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869179
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Kunst 
Japan. 
Handwerk 
Regel wurde jeweilig nur ein Rollbild im Tokonoma aufgehängt. Bis- 
weilen deren zwei, zu einander in Beziehung stehende; Wie beispiels- 
weise jene beiden, von Gonse abgebildeten Kakemono von der Hand 
des Zeishin in der Sammlung S. Bing, auf deren einem ein Adler 
gesträubten Gefieders auf einem Felsenvorsprung sitzt und auf sein 
Gegenbild schaut, das sich in dem Gischt des auf dem anderen herab- 
stürzenden Wasserfalles geisterhaft widerspiegelt. Seltener deren drei, 
aber auch immer nur dann, wenn sie inhaltlich mit einander verknüpft 
sind, z. B. drei der Glücksgötter darstellen. 
Auch die Mehrzahl der alten Tempelbilder hat die Form des 
Kakemono gehabt. Daneben kommt, häufiger in den Tempeln, selten 
nur, und wie es scheint, erst in neuerer Zeit, in den Wohnungen eine der 
bei uns üblichen Form des Gemäldes ähnliche Fassung in festem Rah- 
men vor. Diese Rah- 
vas- ' men Gaku werden in 
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  aus clunkelgelacktem 
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     k die Jedoch meist nur 
    
che, keine Gemälde 
darboten, ihren Platz über den Thüren oder vor den Ramma. In den 
Tempeln sind sie die übliche Form der ex voto Bilder. 
Gemälde, welche nicht zur Schau aufgehängt werden sollten, 
erhielten zumeist die Form des "Maläzäuono", eines friesartig sich von 
einem kurzen Holzstabe abwickelnden, bis zu 40 und mehr Fufs langen 
Rollbildes. Gewöhnlich bestehen diese Maleimono aus Papier, seltener 
aus auf Papier geklebtem Seidenstoff. Ihre Rückseiten sind bisweilen
        

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