Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869124
Karpfen, gegen den Strom schwimmend, Gemälde des Malers Setto, in hölzernem, metallbesehlagenem 
Rahmen; bewahrt im Tempel von Itsukushima. (nach dem Werke Itsukushima yema kagami). 
Die 
Malerei. 
as Ideal des japanischen Malers entfernt sich in so vieler Hinsicht 
D von demjenigen des europäischen Malers, dafs unmöglich ein 
n  und derselbe kritische Maafsstab an Kunstwerke gelegt werden 
kann, Welche die ästhetischen Instincte der-beiden Racen zum Aus- 
druck bringen. Die japanische Malerei ist einer heute erloschenen 
Kunst, derjenigen Alt-Chinas entsprungen und hat bis in unsere Zeit 
nahezu alle Merkmale unberührt bewahrt, welche ihre Vorläuferin von 
der auf wissenschaftlicherer Grundlage aufgebauten Kunst des moder- 
nen Europas unterschieden. In ihrer jetzigen Gestalt mufs sie aus sich 
selber heraus beurtheilt werden, unter gerechter Würdigung ihrer Ver- 
dienste und unbefangener Duldung solcher ihrer Unzulänglichkeiten, 
Welche auf mangelhafter Unterweisung beruhen. Wir müssen eingedenk 
sein, dafs der japanische Maler, obwohl seit Jahrhunderten gefesselt durch 
Ueberlieferungen, welche die Bedeutung kalligraphischer Geschicklich- 
keit in der Ausübung seiner Kunst übertrieben und das Studium des 
Helldunkelsü der Perspective und der Anatomie ausschlossen, es trotz- 
dem dahin gebracht hat, uns einen Schatz von Schönheit und anmuthenden 
Gedanken zu entschleiern, welche selbst den strengsten Kritiker ver- 
leiten können, ihm alle Fehler seines Systems zu Verzeihen, ohne dafs 
darum die glühenden Verehrer, welche diese Fehler als nachahmungs- 
würdige Vorbilder anführen, Recht zu haben brauchen. Das Studium 
Bmncxnrat-m, Kunst und Handwerk in Japan. I I
        

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