Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869103
Die 
technischen 
Künste 
Allgemeinen. 
159 
fahren, deren sich die grofsen Künstler Japans ausschlielslich bedienten, 
nicht zu verdrängen vermocht. Dafs die Glasmalerei ihnen unbekannt 
bleiben mufste, folgt schon daraus, dafs die Herstellung des Glases 
selbst ihnen bis in unsere Tage fremd geblieben. Von den verviel- 
fältigenden Zeichenkünsten haben sie den Holzschnitt seit Jahrhunderten 
gepflegt und im selben Jahrhundert, da er in Europa nach langem 
Schlafe eben wieder zu erwachen begann, für die Herstellung meister- 
licher Farbendrucke ausgebildet. Obwohl durch die Hollfinder mit den 
Künsten des Grabstichels und der Radirnadel bekannt geworden, haben 
sie diese doch nur ausnahmsweise und ohne grofse Erfolge geübt. 
In der Herstellung geprefster und gelackter Leder haben sie 
den Portugiesen und Holländern nachgeeifert, ohne deren Leistungen 
zu erreichen. In geschnittenem und gepunztem Leder scheinen sie sich 
nicht versucht zu haben, das Bedrucken des Leders mit Schablonen, 
ähnlich wie bei den Geweben, gehört aber schon zu den ältesten ihrer 
Künste, von denen sich geschichtliche Zeugnisse erhalten haben. 
"Für die Gefäfsbildnerei kommt das Glas nicht in Betracht, wohl 
aber der Thon in den mannichfachsten, oft mit europäischen Bezeich- 
nungen sich nicht deckenden Arten und Mischungen, unter denen Stein- 
zeuge, Porzellane und gewisse Arten 
feiner Fayence in den Vordergrund ßra 
treten, die eigentliche Fayence aber,  blmäwkmlgymglägggjgggllilllllü. 
wie sie uns in den Majoliken Italiens Wxiixiimxxxiäßix  
   reell 
und den Delfter Topferarbeiten bege- M," 3  
gnet, ganz zu fehlen scheint.  arm," 
In der plastischen Kunst treten i 7, g  
der Marmor und der Stein überhaupt  N14): 
ganz in den Hintergrund. Metall und L1.  Ü  
Holz dienen für die grofsen Bildwerke,    
daneben Elfenbein und mannigfache äif-af l,  
andere Schnitzstoffe für die kleineren  
Arbeiten.   
In den Metallarbeiten herrschen  
der Erzgufs als formgebende, das  
Incrustiren und das Ciseliren als zie-    
rende Techniken vor. Das Treiben W  
metallener Bleche mit dem Hammer imnmilgillllllllllllllliä_ 
findet für eiserne Plattenrüstungen und  
kupferne oder silberne Gefäfsc An-  
Wendung, tritt aber durchweg gegen i.    117W 
die Bearbeitung des massiven Metalles Gegosmßs "m! Ciäelmfs Simtämcs Gefäß 
 zum Bewahren der beim Raucherspiel benutzten 
mit Meifseln, mit bohrenden und kleinen Geriithe. (Natürliche Gröfse.)
        

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