Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1869028
Sechstheiliger Setzschirm, bemalt von Körin. Felsen, Kiefern und Wellen in den natürlichen Farben; die 
Wolken golden mit silberner Einfassung. Aus den von Hö-itsu unter dem Titel: "Korin Shinsen hiaku-dzu" 
herausgegebenen Werken des Meisters. 
Die 
technischen 
Künste 
im 
Allgemeinen. 
en Japanern ist, wie den Griechen, jene weite Kluft unbekannt 
D geblieben, welche bei den abendländischen Völkern unserer Zeit 
zwischen den sogenannten hohen und freien Künsten und den 
als Kunstindustrie oder Kunstgewerbe, als Kleinkünste, als decorative 
oder als technische Künste bezeichneten Formen stofflichen Gestaltens 
gähnt. Von den einfacheren Werken, in welchen sich die menschliche 
Kunstthätigkeit in ihren Anfangen bethätigt, von den der Bekleidung, 
der Bewaffnung, dem Schmucke, den mannichfachen Bedürfnissen der 
Wohnung und des Haushaltes dienenden Erzeugnissen der Weber, 
der Töpfer, der H0lz- und Metallarbeiter führt ohne sichtliche Ab- 
grenzung der Weg aufwärts zu den höheren Gebieten der Kunst, wo 
die Werke der Sculptur und Malerei sich bald der Baukunst dienend 
und schmückend unterordnen, bald ein von den Rücksichten auf 
Nützlichkeit, Zweck und gegebene Räume losgelöstes, selbständiges 
Dasein behaupten.  
Den Erzeugnissen der Kunst und des Handwerkes in japan, 
gleichviel welchem technischen Verfahren sie ihre Entstehung verdan- 
ken, sind gewisse auszeichnende Eigenschaften eigen, deren zusammen- 
fassende Würdigung uns auf die Betrachtung der Leistungen in den 
einzelnen Fächern vorbereiten möge. 
Wiederholt schon haben wir der Sauberkeit und Genauigkeit 
der technischen Ausführung gedacht, welche alle Erzeugnisse des 
japanischen Kunstgewerbes auszeichnen, unvergleichliche Vorzüge,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.