Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868981
Die 
J 3138x161", 
Bewaffnung der 
147 
der anderen Schwerter zu einer unerschöpf-  
lichen Fundgrube für das Studium japani-  
scher Metalltechnik und japanischer Zier-   Wi 
kunst erhoben hat. Ein kaiserliches Tatcäz,  U, 
welches der Jllzkado eigenhändig einem  VW 
deutschen Arzte verehrt hatte, fiel durch  f 
den aus Gold gearbeiteten Beschlag der  
Aventurin-Lack-Scheide und das massiv-  i 
goldene Stichblatt auf, entbehrte aber aller 
intimen Vorzüge, welche die japanischen älfgg 
Schwerter den europäischen Kunstfreunden  y  
so bewunderns-und begehrenswerth machen.  iix i 
Oben an der Scheide mancher Kalana    k, ä, 
und der meisten Wlzkzlzaslzi findet sich eine (Q3  i 
schmaleRinne für das langeschmaleSchwert- k    r 
messer hffodsuka" oder "Kogatazza", dem 
auf der anderen Seite oft eine gleiche Rinne  
für die Schwertnaclel "Kogaz" entspricht. i   
Um diese Beistücke des Schwertes benutzen 5, l 1 
zu können, ohne dieses selbst aus der-Scheide '  
zu ziehen, hat das Stichblatt solcher Schwer-   
ter neben dem dreieckigen Loch für die l v." 
Klinge noch ein oder zwei längliche Löcher.  Schwem 
Die langspitzigen Jfodsuka mochten wie scheidm Die eine- mit d" Rifmß für 
unsere Taschenmesser, im Streite auch als Äiiniihiiiiämiilsfiääiimiiieminiiil 
Wurfmesser gebraucht werden; über den  1:; 
eigentlichen Zweck des K0gaz' aber, eines bemahmltimsägäfgzfllhe""ndA-hmn" 
stumpfen, spiefsförmigen, nach oben flachen 
und in einen löffelförmigen Haken endigenden kleinen Geräthes, fehlt es 
an einer genügenden Erklärung. Die Einenbehaupten, das K0gaz' diente 
in alten Zeiten dazu, die Köpfe erschlagener Feinde am Gürtel zu be- 
festigen, ohne dal's sie erklärten, wie solches damit ausführbar. Andere 
wollen ihm den ebenso unwahrscheinlichen Zweck zuweisen, dal's es 
dem Sieger als Erkennungszeichen von ihm erschlagener Feinde auf 
dem Schlachtfelde diente. Andere, dafs es gebraucht wurde, den 
Haarzopf wieder in Ordnung zu bringen oder gar, dafs es Frauen als 
zeitweiliger Haarschmuck diente, um sie als der Gunst seines Besitzers 
ausschliefslich unterthan zu kennzeichnen. Die beste, mir von kundigen 
Japanern gegebene Erklärung ist noch, man wisse selbst nicht wozu 
das [fogai diente  der Zweck, für den es erfunden, sei geschwunden, 
das Geräth aber führe man in conservativem Geiste an den Schwertern 
weiter. Bisweilen erscheint das K0gaz' durch einen Längsschnitt in 
10'
        

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