Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868969
Die 
der 
Bewaffnung 
Japanen 
145 
gelbem Metall, ohne Verzierun- 
gen gearbeiteter plattgedrückter 
Ring, welcher die Schwertklinge 
an ihrer Wurzel scheidenartig um- 
fafst. 
Das Stichblatt "Tszzöa" ist 
das Haupt- und Prachtstück der 
Schwertmontirung. Anihm haben 
schon von Alters her, doch in 
steigendem Maafse mit der Ent- 
wöhnung der Samuraz" von kriea 
gerischem Leben, und am glän- 
zendsten noch in unserem jahr- 
hundert, die japanischen Metall- 
künstler ihr Bestes geleistet. 
Alles, was sie erfunden an far- 
bigen Metallgemischen, an Ver- 
bindungen solcher zu vielfarbigem 
Zierwerk, an eingelegter, tau- 
schirter und ciselirter Arbeit, 
finden wir an diesen Tsuba ver- 
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Der japanische Krieger Takatsuna. reitet durch den 
Uji-Flufs. (Yoritomds Zeit.) 
einigt, daneben aber nicht minder staunenswerthe Leistungen aus ein- 
fachem Schmiedeeisen, welches bald zu zarten Reliefs medaillenartig 
geschnitten, bald zu vollrunden Gebilden mit Meissel und Bohrer aus- 
gearbeitet ist. Mit dieser technischen Vielseitigkeit der Tszzöa und der 
anderen Schwertzierrathen wird uns die nicht minder erstaunliche Viel- 
seitigkeit der zu ihrer Verzierung benutzten Motive noch an anderer 
Stelle eingehend beschäftigen.   
Der hölzerne Griff des Schwertes "Tsuka" ist in der Regel mit 
weifskörniger Rochenhaut überzogen und an seiner Wurzel und Spitze 
mit zwei metallenen Zierstiicken, den FucIzzlKaSIzZYa beschlagen. Die 
Zwinge, Fzzclzz, hat die Gestalt eines länglichen Ringes, dessen untere 
Oeffnung durch eine Platte geschlossen ist, in welcher ein Schlitz der 
Klingenzunge Durchlafs gewährt. Das Kopfstück, Kasläzära, gleicht 
einem länglichen flachen Knopfe, an. dessen Langseiten je ein läng- 
liches, mit besonderem Einsatzring gefüttertes Loch zum Durchziehen 
der Seidenbänder dient, mit denen das Heft umwickelt wird. Auf diese 
Umschnürung, Tszzkcz-zfa, wird besondere Sorgfalt verwendet. Theil- 
weis von ihren Bändern verdeckt, wird von ihr jederseits am Griffe 
ein kleiner rnetallener Zierrath, Mezmlez, festgehalten, dessen Zweck 
ist, das Heft grifffester zu machen, nicht aber die hölzerne Niete zu 
verdecken, welche stets frei bleiben mufs, damit die Klinge nöthigen- 
BRXNCKMANN, Kunst und Handwerk in Japan. 10
        

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