Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868930
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Kunst 
und 
Handwerk 
Japan. 
dazu drängte; welchen Falles es unter 
lebhaften Ausdrücken der Entschuldigung, 
doch so geschah, dal's man die Klinge 
abseits von den übrigen Anwesenden 
hielt. Nach erledigter Bewunderung wurde 
es mit derselben Umständlichkeit zurück- 
gegeben. Dies Alles galt aber nur vom 
Langschwert; das Kurzschwert behielten 
 )V Gast und Wirth im Gürtel, um es nur bei 
  ' längerem zwanglosen Beisammensein ab- 
Zar-Ü  zulegen. Nur die Kuge, der die kaiser- 
.  liche Hofhaltung zu Kioto umgebende 
   alte Adel und die Samuraz, der Beamten- 
   l und Militär-Adel der Shogune, waren zum 
 1' Tragen zweier Schwerdter berechtigt. 
I P0171 I, Jene trugen in der Regel ein grofses ge- 
 [ffe-N  krümmtes Langschwert, das Tatclzz, mit- 
  telst eines Gurtes um den Leib geschnallt 
x.  1' i._ und einen Dolch im Gürtel; diese sowohl 
 ä l das annähernd einen Meter lange Kalana, 
ääewälßfä g?  wie das kürzere PVakz'-zaskz' auf der linken 
ins,  U.   i Seite im Gürtel. Bei Hoffestlichkeiten mit 
__x MWIT "in, dem Taiclzi umgürtet zu erscheinen, war 
ifyuku. MXB  dem Beamtenadel gestattet, galt aber als 
 am. eine besondere Auszeichnung für den 
gewöhnlichen Scmzurazi Gelehrten, Hand- 
werkern, Bauern war nur bei Feierlich- 
keiten und auf Reisen das Tragen eines 
kurzen Schwertes erlaubt. Ganz aus- 
geschlossen von dem Recht, ein Schwert 
zu tragen, waren die Krämer, die Mönche 
und die als unrein verachteten Gerber 
Der Bogenschütze Minamoto Tame Tomo und Abdecken 
gäilitfliäageäg vlzjzsiäiefsällvoin Stfalläß Frauen trugen im Allgemeinen keine 
yo on. gegeni n   
gesandten Schiffe. Abgewickelte ymie. Waffe, doch steckten sie auf Reisen oder 
 bei Feuersbrünsten kleine Schwerter in 
den Gürtel. Knaben von Stande trugen 
je nach dem Range ihrer Väter ein oder zwei aus Holz geschnitzte 
kleine Scheinschwerter ohne Klingen im Gürtel. Im 15. Jahre, mit 
der Aenderung der Haartracht durch Scheeren der Stirnlocke und 
Einbinden des Scheitelhaares zum Mage, erwarb der Jüngling auch 
das Recht, scharfe Schwerter zu tragen.
        

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