Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868903
Die 
Japaner, 
der 
Bewaffnung 
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flügelartigen, nach aufsen und oben gekrümmten Platten auswächst, 
auf deren Schauseite das gemusterte Leder sichtbar wird, mit dem 
der Helm gefüttert ist. Vorn über der Stirn ist ein grofses, halbmond- 
förmiges metallenes Abzeichen befestigt, dessen Hörner blatt- oder 
beilförrnig endigen. Bisweilen ist, dem Kleinod unserer mittelalter- 
lichen Helme vergleichbar, auf dem Scheitel des Helmes noch ein 
sitzender oder schreitender Löwe angebracht. 
Altes Lederkoller, 
Visier, 
Armschienen und Schuhe. 
Nach Isai. 
In späterer Zeit kommen auch kleinere, aus einem Stücke Eisen 
getriebene Helme vor, von mehr birnförmiger Gestalt. In der Samm- 
lung Montefiore zu Paris befinden sich Helme dieser Art von klas- 
sischer Schönheit; auf dem einen kauert mit nach vorn, zwischen die 
Hörner gesenktem Haupte ein chinesischer Löwe, einen anderen decken 
drei aufgerichtete grofse Blätter der uns vom Wappen der Tokugawa 
bekannten Fuiaba-AozlPflanze, ein dritter ist mit sechs, in der Helm- 
spitze zusammenlaufenden Kämmen züngelnder Flammen geschmückt. 
In den der alten Bewaffnung gewidmeten Abbildungswerken kommen 
noch andere merkwürdige Formen vor; eiserne Helme, welche der 
Haartracht mit dem Mage nachgeahmt sind, oder den bei höfischen 
Ceremonien getragenen Boslzz, oder jener in der altchinesischen Tracht 
häufigen Kopfbedeckung mit zwei seitlich abstehenden fühlfadenartigen 
Ansätzen (vgl. das Bild auf S. 144); Helme in Gestalt eines kauernden 
Hasen, eines grofsen Fisches mit aufgerichtetem Schwanze; Helme, um 
die sich eine über der Stirn drohend aufgerichtete Schlangerringelt 
oder aus deren Scheitel ein bewaffneter Arm emporwächst. 
Mit den Rüstungen der alten Helden wird in den Tempel- 
schätzen auch jedes Stückchen der Ausrüstung ihrer Streitrosse, die 
Sättel, die Steigbügel und die Gebisse, die aus Seidenschnüren ge- 
flochtenen Zäume und Schwanzriemen ehrfurchtsvoll gehütet und ebenso 
in den diese Schätze behandelnden Bilderbüchern dargestellt. Der die 
Stange des Gebisses mit den Kopfriemen und dem Zügel verbindende, 
bewegliche eiserne Ring war in der Regel kreuzförmig durchbrochen
        

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