Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868890
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und 
Kunst 
Handwerk 
Japan, 
modellirt und das eiserne Visier des Heimes gleicht einem Mannes- 
antlitz, dessen grimmiger Ausdruck dadurch seltsam erhöht wird, dafs 
über den augenförmigen Gucklöchern ein zweites Paar wildblickender 
Augen ausgehämmert ist. Kehlstück, Achselstiicke und Schurz bestehen 
aus kleineren durch Riemen, Schnüre und Ringgeflechte beweglich ver- 
bundenen Platten. 
Mit dem Ende des r6. jahr- 
im 1 hunderts kommen durch Hi- 
 deyofhi, den Eroberer Koreas, 
2    Ä leichtere und bequemere Glieder- 
   , xkN w. rustungen in Gebrauch, die, von 
 llll   Matsunaga Hissahide "erfun- 
h.  Wwxß i-Iwlllll den, nur aus lackirtem, dunnem 
 in  im Eisenblech bestanden, aber durch 
  i die Anordnun ihrer Schuppen 
11   und Glieder doäh gegen Schwert- 
 hiebe schützten. Diese Glieder- 
 N (  rüstungen blieben von da an bis 
 x um die Mitte unseres Jahrhun- 
  derts vorwiegend in Gebrauch. 
  hlitlniggilltij-iäf_il Der Schurz erhielt, um beim 
fvgfif J  ("ä-Sh Reiten freiere lBewegung z? gle- 
 "m"  statten, biswei en eine reirocß 
  .1 iyx ähnliche Ausweitung und gegen 
r b  XS die scharfen Pfeile, Welche, aus 
 ggf  Q gewaltigen Bogen geschnellt, 
 durch die Fugen der Rustung 
 kg" ' den Tod tragen konnten, schütz- 
kato Kymnasa,aufedreafläiräläzrrgrdas Feldzeichen und ten Reiter den Rücken durch 
einen grofsen ballonartig aufge- 
blähten Windsack. Ein solcher, von dem hinten an der Rüstung be- 
festigten Feldzeichen überragter Pfeilfänger ist u. A. ein Abzeichen 
des grirnmen Kato Kiyomasa, eines der Heerführer Hideyoshi's 
auf dem Zuge nach Korea. 
Unter den Helmen der Tempelschätze haben die den Helden 
des 11. und I2. Jahrhunderts, u. A. dem berühmten Yoshi-iye, mit dem 
Beinamen Hachiman-Taro, erstgeborener Sohn des Kriegsgottes, dem 
Besieger der aufständischen Emzlrki im Norden von Hondo, zuge- 
schriebenen, übereinstimmend die Form einer rundlichen, dem Haupte 
sich anschmiegenden, aus strahliggeordneten Metallplatten zusammen- 
genieteten Kappe. An derselben ist eine umfangreiche gegliederte 
Nackenberge befestigt, welche jederseits neben den Wangen zu grofsen
        

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