Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868865
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Der junge Held Yoshitsxlne dictirt seinem Begleiter Benkei eine Verordnung zum Schutze des 
vom Kaiser Nintuko besungenen Mama-Baumes zu Amagasaki. 
Aus dem  
alten, 
schon 
Die 
Bewaffnung. 
it der Lehensverfassung des Staates und der Herrschaft des 
 Kriegs-Adels hatte auch die Bewaffnung der Japaner ihre 
mittelalterlichen Eigenthümlichkeiten bis zum Jahre 1868 be- 
wahrt gehabt. Erst als die Regierung der Tokugawa-Shogune gestürzt 
worden war, trat an die Stelle der bisherigen Hauptwaffe des japa- 
nischen Kriegers, des Schwertes, das Zündnadelgewehr und die Mar 
tini-Henry-Büchse; erst da verschwanden die alten martialischen Rüstun- 
gen, um durch Waffenröcke europäischen Zuschnittes ersetzt zu werden. 
Die äufseren Formen, unter denen der Japaner unserer Tage 
sich die (Zivilisation des Abendlandes anzueignen sucht, haben aber 
auch hinsichtlich der Bewaffnung noch kein Bürgerrecht in seiner 
bildenden Kunst errungen. Diese lebt noch ganz in den Erinnerungen 
Alt-Japans, welche um so fester wurzeln, als die Rüstung und Bewaff- 
nung in denen der kriegstüchtige Japaner vor Wenigen Jahrzehnten 
noch selbst sich bewegte oder seine Landsleute würdevoll einher- 
schreiten sah, sich nur wenig von denen unterschieden, in Welchen er sich 
die volksthümlichen Helden der Vorzeit zu vergegenwärtigen gewohnt 
war, wie Maler und Bildhauer diese im Kampf und bei FriedenSWCrkCn 
ihm vorfiihrten.
        

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