Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868768
Die 
Tracht 
laPaner. 
der 
125 
führt, dann aufwärts geknickt 
und mit seinem freien Ende 
oberhalb dieses, über das 
Hinterhaupt hinausragenden 
Theiles wieder nach vorn 
gelegt. 
Diese umständliche 
und einer steten Pflege durch 
die Haarkünstler bedürftige 
Haartracht wurde nur von 
den Vornehmen und Wohl- 
habenden getragen; Arbei- 
ter, Diener, Bauern trugen 
ihr Haar kurz oder halblang 
geschoren und mit der neuen 
Aera ist dieser Brauch auch 
auf die höheren Stände über- 
gegangen, der Zopf zum 
Zeichen veralteter Anschau- 
ungen geworden. Auch den 
Bart, welchen man in den 
letzten Jahrhunderten zu ra- 
siren pflegte, lassen die Män- 
nerjetzt wieder als Voll- oder 
Knebelbart wachsen. Hierfür 
   
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Itchikawa-sümidso, ein berühmter Schauspieler in der Rolle 
des Arashi, gekleidet als Samurai, mit Mage, Hakama und 
Kamishimo. (Nach Hokusai.) 
bedurften sie nicht der europäischen Vorbilder, da der freie Bartwuchs 
vor Alters auch in Japan üblich war und erst in den letzten Jahrhun- 
derten durch höfische Sitte in Verruf kam. Die Halbgötter und die Helden 
der mythischen Zeit Japans werden auch heute mit langen, freiwallenden 
Bärten und üppigem mähnenartigen, oft in der Mitte natürlich gescheite1- 
tem Haupthaar abgebildet. Auch die chinesischen Helden und Weisen 
aus alter Zeit werden oft durch lange spitze Bärte ausgezeichnet, wie er 
ein sicheres Abzeichen des an den japanischen Schwertern gern abgebilde- 
ten chinesischen Kriegsgottes Kouan g-ti ist. Die buddhistischen Priester 
trugen den Kopf stets völlig rasirt und so werden auch viele Heilige 
und die sechzehn grofsen Rakank dargestellt, welche, von Qakya 
Mouni selbst zu seinen jüngern erwählt, über das Seelenheil der Menschen 
wachen und aus der Kunst Alt-China's in die japanischen Buddha- 
Tempel, als heilbringender Schmuck an Waffen und Geräthe gelangt sind. 
Auf dem Mage beruhen nun viele eigenthümliche Formen von 
Hüten und Mützen der alten Hoftracht, welche weniger als Bedeckungen 
des Kopfes, denn des Zopfes dienten, und durch Kinnbänder über dem
        

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