Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868705
Die 
Tracht 
der Japaner. 
119 
halten in ihren T amoto auch allerlei kleine Schachteln und Toilette- 
Geräthe zum augenblicklichen Gebrauch. {Da die langhängenden Aermel 
einer raschen und entschiedenen Bewegung des Armes hinderlich sind, 
Schürzen die Männer, 
welche sich zum 
Schwerdtkampf oder w] 
zur Arbeit rüsten, die  
Frauen, Welche sich w  X 
zur Wäsche oder A"    
Feldarbeit anschik- 17;" ß-Cif 1„ 
ken, die Armel auf,  11b   
indem sie eine Schnur lgllxxin   
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oder Ranke des klet im 32Min, x11: div   
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mes durchziehen und l' m n?  1- 
auf der Schulter ver- i  "  Y x im, "r 
knoten.  Wlßmifzillm w;   JE. 
In der mimi-  ÄÜFLÄILLH-lll   Pils?" 9 
schen Kunst und der  1'"  xuml-lllil W wi- 
Koketterie der japa-  
nerinnen spielen die  .6 lulplfaä jiyrlll HYTÄYM 
Aermel des Okazki0rz' u  
eine bedeutsame  
Rolle. Sieht man,  
wie eine junge Dame 
sie mit schalkhaftem 
Ausdruck vor den Frauen mit aufgebundeixen Acrmeln beim Verpflanzen der jungen 
Mund oder die Augen Reispnanzeih 
hält, so wird man nicht vergebens in ihrer Nähe nach einer Ursache 
suchen, welche das Schamgefühl zu Wecken geeignet war, und nicht 
minder dienen sie zum Trocknen der Thränen und gehören in dieser 
Eigenschaft zu den Requisiten der alten klassischen Dichtung. S0 in 
jenen Worten, welche eine ungenannte Dichterin zuerst in jene Form 
des 31 silbigen „Uia" prägte, die in der Folge zur klassischen Vers- 
form der Lyriker wurde: 
"In des Mina-Stroms 
Kristallklarer Wellen-Fluth 
Mein Gewand ich wusch.  
Doch der Aerrnel meines Rockes 
Ach! von Thränen wiederträuft." 
Und ebenso verglich die Dichterin Sanuki, um die Mitte des 12. ]ahr- 
hunderts in einer Klage um den verlorenen Geliebten den von Thränen
        

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