Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Kunst und Handwerk in Japan
Person:
Brinckmann, Justus
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1867160
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1868596
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Kunst und 
Handwerk 
Japan. 
untergebrachten Bambusrohr für die Eisenstäbe. Andere Kohlenbecken 
sind aus Eisen oder Bronze schön gearbeitet, oder aus lackirtem, mit 
Metall beschlagenen Holz. Hibachi aus einem ausgehöhlten, aufsen 
abgedrehten, mit einem metallenen Einsatz versehenen Blocke schön 
gemaserten Holzes, dessen natürliches Geäder durch Ausreiben der 
weicheren jahresringe hervorgehoben ist, sind sehr beliebt, besonders 
wenn das Holz durch langen Gebrauch eine schöne glänzende Patina 
erhalten hat. Um die Gefährlichkeit des offenen Kohlenfeuers auf dem 
leichtentzündlichen Mattenfufsboden zu mindern, haben manche I{z'6aclu' 
einen metallenen, flechtartig Weitmaschig 
 durchbrochenem Deckel, an dessen einer 
Seite eine gröfsere Oeffnung das Einführen 
zLXQQAQÄXQ  der Pfeife zum Ausklopfen der ausgebrannten 
wvewßxlyarg" und das Herausnehmen einer Kohle zum An- 
 zünden der neugestopften gestattet. Auch 
 pflegt dem Kohlenbecken ein hübsch ge- 
Hibachimit Deckchelh mustertes Deckchen untergelegt zu Werden. 
Bei geselligen Zusammenkünften wird jedem 
Gaste ein solches Deckchen mit einem für seinen persönlichen Ge- 
brauch bestimmten [Jzßaclzz vorgesetzt. 
Eine kleinere, nur für den Gebrauch des 
f Rauchers bestimmte Abart des Hibaclzi ist 
 das Taöako-Öon, ein unentbehrliches Geräth, 
(g (ae-sx da der zu Ende des 16. Jahrhunderts durch 
ä K J" die Portugiesen eingeführten Gewohnheit des 
{   Tabakrauchens von Männern und Frauen zu 
 w" jeder Tageszeit gehuldigt wird. Seine ge- 
k wöhnliche Form ist die eines mit einer 
Handhabe versehenen rechteckigen hölzernen 
Tabakmbon mitTabakyPfeife Kastens, in welchem ein thönernes odenme- 
und Tascha tallenes Hz5ackz' und ein walzenformiger 
thönerner Spucknapf, "Daka", stehen, dessen 
Stelle oft ein Abschnitt eines Bambusrohres vertritt. 
Zum Hibachz" gehört noch das flache Körbchen, in welchem der 
Vorrath von Holzkohlen zum langsamen Nachlegen zur Hand gehalten 
wird. Neben den Blumenkörben gehören diese, innen mit gefirnifstem 
schwarzem Papier ausgeklebten Körbe zu den anziehendsten Erzeug- 
nissen der japanischen Korbflechter. Der Reiz des feinen Flechtwerkes 
aus Bambus oder spanischem Rohr wird oft durch die an alte Bronze 
erinnernde tiefbraune Patina dieser Körbe erhöht. 
Eine andere Abart des [rlzöacki ist das nur in reichen Häusern 
benutzte T clzbjzläuro. Dasselbe besteht aus einem in der Regel drei-
        

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